Pharma

Stada vertreibt rezeptfreie Arzneien von Sanofi

Ein Schild mit dem Firmenlogo steht am Firmensitz des Arzneimittelherstellers Stada.

Ein Schild mit dem Firmenlogo steht am Firmensitz des Arzneimittelherstellers Stada.

Frankfurt/Main. Darunter sind Skandinavien, die Niederlande, Irland, Bulgarien, das Baltikum und mehrere Balkanländer. Stada werde seine Präsenz dort nutzen, um die Mittel gegen Allergien, Schmerzen, Erkältungen, Verdauungsstörungen sowie Vitamine, Mineralien und Nahrungsergänzungsmittel zu verkaufen, hieß es. Finanzielle Angaben zu dem Deal wurden nicht gemacht.

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Stada hatte erst Ende Juni in einem separaten Deal angekündigt, die Rechte an 16 rezeptfreien Markenprodukten von Sanofi in Ländern wie Frankreich, Deutschland, Italien, Polen und Spanien zu erwerben. Der Deal soll rund 120 Millionen Euro schwer sein.

Viele Pharmakonzerne ziehen sich aus dem relativ stabilen, aber eher margenschwachen Geschäft mit rezeptfreien Arzneien zurück und konzentrieren sich auf die Forschung an innovativen Therapien, die bei Erfolg hohe Gewinne versprechen. Sanofi etwa will sich verstärkt auf Krebstherapien, Immunkrankheiten und Impfstoffe ausrichten. Stada indes baut seine Position bei rezeptfreien Medikamenten aus und zählt nach eigenen Angaben dort zu den fünf größten Anbietern in Europa.

Seit der Übernahme durch die Finanzinvestoren Bain und Cinven 2017 hat Stada mehr eine Milliarde Euro für Übernahmen ausgegeben. Der Umsatz war auch dank der Zukäufe 2020 kräftig gestiegen, der Gewinn unter dem Strich aber wegen hoher Einmaleffekte und Rückstellungen eingebrochen. Stada setzt neben rezeptfreien Markenartikeln auf Nachahmer-Medikamente und Spezial-Pharmazeutika.

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© dpa-infocom, dpa:210727-99-556489/3

dpa

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