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Milliardeninvestitionen für deutsche VW-Werke

Die Lampen im Lichttunnel spiegeln sich im Lack eines VW.

Die Lampen im Lichttunnel spiegeln sich im Lack eines VW.

Wolfsburg. Dies geht aus der Investitionsplanung hervor, die der Aufsichtsrat am Freitag beschloss.

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Nach Angaben des Betriebsrats fließen allein in das Stammwerk Wolfsburg Sachinvestitionen von mehr als drei Milliarden Euro. Hier sollen unter anderem ein Nachfolger für den kleinen SUV Tiguan sowie ein neuer Groß-SUV ähnlich dem in China hergestellten Modell Tayron angesiedelt werden. Volkswagen zieht auch sämtliche Varianten des Kernmodells Golf in der Konzernzentrale zusammen.

Auf die leichten Nutzfahrzeuge entfallen insgesamt knapp 4,5 Milliarden Euro. Dabei geht es aber nicht nur um den Hauptsitz Hannover, sondern auch um die polnischen Standorte oder den Ausbau der Kooperation mit Ford. Viel Geld fließt in die Vorbereitung für den Elektro-Bus ID.Buzz. Zur Fertigung eines neuen, markenübergreifenden Elektro-Oberklassewagens (D-SUV) in drei verschiedenen Varianten werden am Standort Hannover rund 680 Millionen Euro reserviert.

Das Werk Emden, das den Passat demnächst an Bratislava in der Slowakei abgeben muss, erhält etwa eine Milliarde Euro. Dort sind ab Anfang 2022 - ergänzend zu Zwickau - der kleine Elektro-SUV ID.4 und ab 2023 der Aero als Elektronachfolger des Passat geplant. Für die sächsischen Standorte in Zwickau, Dresden und Chemnitz sind 1,2 Milliarden Euro vorgesehen, vor allem zur Ausweitung der Kapazitäten für E-Modelle sowie den einheitlichen Elektrobaukasten (MEB).

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Auch die internen Zulieferwerke bekommen viel Geld für neue Investitionen. So wurden dem Getriebewerk in Kassel 1,3 Milliarden Euro zugeteilt, hier geht es ebenfalls vor allem um Komponenten für die E-Mobilität sowie Hybridantriebe. In Braunschweig, wo etwa Batteriesysteme, Achsen und Lenkungen produziert werden, sollen mehr als 870 Millionen Euro ausgegeben werden. Das Motorenwerk Salzgitter, auf dessen Areal derzeit auch eine eigene Batteriezellfabrik entsteht, erhält rund 800 Millionen Euro - in Batterietechnologien fließen dort nach Unternehmensangaben rund eine Milliarde Euro.

Neben den Sachinvestitionen gibt es vielerorts neue Mittel für Entwicklung und Verwaltung. Die Gesamtsumme für den Konzern bleibt trotz der Corona-Unsicherheiten über die kommenden fünf Jahre bei 150 Milliarden Euro. An mehreren VW-Standorten in Deutschland wird nicht nur für die Kernmarke selbst, sondern auch für Töchter produziert.

dpa

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