Pharma

Merck schaut in Corona-Krise noch stärker auf die Kosten

Der Schriftzug des Pharma- und Chemiekonzerns Merck KGaA steht vor dem Innovationszentrum des Unternehmens.

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Darmstadt. "Dazu laufen seit längerem weltweit Projekte. Aber wir drücken aufs Tempo. Und drehen noch mehr Steine um."

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Das Dax-Unternehmen senke schon seit 2018 gezielt die Kosten, etwa bei Dienstleistern, Bürokommunikation, Veranstaltungen und Reisen. "Im letzten Jahr haben wir mehr gespart als erwartet. Auch all das zahlt sich jetzt aus", so Oschmann. Merck hatte im vergangenen Jahr etwa zentrale Dienste für Personal, IT, Einkauf und Finanzen gebündelt und Stellen ins kostengünstigere Ausland verlagert.

Auch die gestiegene Verschuldung von Merck will Oschmann "wie immer" schnell abbauen. Die Verbindlichkeiten waren mit der Übernahme des US-Halbleiterzulieferers Versum für 5,8 Milliarden Euro im Herbst gewachsen und lagen Ende März bei 12,3 Milliarden Euro. Um die Schulden zu senken, hat Merck schon das Allergie-Geschäft verkauft.

In der Corona-Krise hält Oschmann an den strategischen Konzernzielen fest. Wegen der Folgen der Pandemie hat Merck schon die Prognose gesenkt und rechnet dieses Jahr nur mit einem leichten bis moderaten Umsatzanstieg aus eigener Kraft. Bisher hat die Pandemie nur wenig Spuren bei Merck hinterlassen, sie werde aber im Jahresverlauf stärkere Folge haben und alle Unternehmensbereiche treffen, hieß es.

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dpa

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