Arbeitsmarkt

Krise als Alarmsignal: DGB kritisiert Folgen für Minijobber

Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen Michael Rudolph.

Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen Michael Rudolph.

Frankfurt/Main. "Die aktuelle Krise ist ein Alarmsignal", sagte Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB-Bezirks Hessen-Thüringen. "Minijobberinnen und Minijobber wurden in der Pandemie als erste vor die Tür gesetzt, als die Restaurants, die Läden und die Schulen dichtmachen mussten".

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Minijobs hätten für Beschäftigte gravierende Nachteile und müssten abgeschafft werden, forderte Rudolph am Mittwoch in Frankfurt. Nötig sei eine soziale Absicherung ab dem ersten Euro Einkommen. Minijobs sind geringfügige Beschäftigungsverhältnisse mit höchstens 450 Euro Gehalt pro Monat oder einem begrenzten Arbeitseinsatz im Jahr.

Im vergangenen Jahr gab laut der DGB-Angaben in Hessen 556 289 Minijobber, 40 000 weniger als im Vorjahr. Vor allem im Gastgewerbe und in der Leiharbeit habe es große Jobverluste gegeben, teils seien die Menschen in Hartz IV gelandet, hieß es.

Da geringfügig Beschäftigte von der Arbeitslosenversicherung ausgeschlossen seien, erhielten sie weder Kurzarbeiter- noch Arbeitslosengeld, erklärte Rudolph. Vielen bliebe nur Grundsicherung. "Minijobberinnen und Minijobber mussten bittere Einkommensverluste einstecken und haben Probleme, überhaupt ihren Lebensunterhalt zu sichern." Dem vermeintlichen Vorteil eines Verdienstes brutto für netto stünden Niedriglöhne und Altersarmut gegenüber.

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© dpa-infocom, dpa:210811-99-801900/2

dpa

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