Einzelhandel

Hessischer Handel: Andrang mit Sonntagsöffnungen entzerren

Peter Altmaier (CDU), Bundesminister für Wirtschaft, spricht im Deutschen Bundestag.

Peter Altmaier (CDU), Bundesminister für Wirtschaft, spricht im Deutschen Bundestag.

Frankfurt/Wiesbaden. Der Vorstoß von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) für verkaufsoffene Sonntage stößt beim Handelsverband Hessen auf Zustimmung. Um die Kundenfrequenz in den hessischen Innenstädten gerade in den Herbst- und Wintermonaten zu entzerren, solle der Handel auch sonntags öffnen dürfen, sagte Verbandspräsident Jochen Ruths: "Die Möglichkeit, auch sonntags die Ladentüren zu öffnen, wird zur Entzerrung und Reduzierung der Personenkontakte führen." So lasse sich die steigende Kundenfrequenz in den Städten verantwortungsvoll lenken. Die hessische Landesregierung hielt sich zu dem Vorstoß zunächst bedeckt.

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Laut Verband führt die vorweihnachtliche Zeit auch in der Pandemie zu einem erhöhten Einkaufsvolumen und damit zu einer größeren Frequenz in Geschäften, auf Einkaufsstraßen, in Fußgängerzonen und im Öffentlichen Nahverkehr. "Wir haben bewiesen, dass unsere Branche mit der Sonntagsöffnung verantwortungsvoll umgeht und sich die konsequente Umsetzung der eingeführten Maßnahmen in den Ladenlokalen bewährt hat", erklärte Ruths. Diesen Beweis werde der Handel auch wieder antreten.

Mit Blick auf das Infektionsgeschehen und die zu erwartende Entwicklung in der kalten Jahreszeit solle nicht der allgemeine Sonntagsschutz des Hessischen Ladenöffnungsgesetzes infrage gestellt werden. Vielmehr müsse die Entzerrung des Weihnachtsgeschäftes im Fokus stehen. Ruths verweist auf die Regelung in Nordrhein-Westfalen. Dort sehe die Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen eine entsprechende Öffnung vor. Daher solle in Hessen am 29. November, 6., 13. und 20. Dezember sowie 3. Januar der Verkauf an Sonntagen möglich sein - zumindest außerhalb der Gottesdienstzeiten zwischen 13 und 18 Uhr.

Gleichzeitig benötige man die aktive Unterstützung der Hessischen Landesregierung, diesen Weg mitzutragen und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, erklärt Ruths. Das zuständige Sozialministerium in Wiesbaden erklärte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, dass es derzeit keine entsprechende Überlegungen gebe.

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Altmaier hatte sich kürzlich mit Vertretern des Einzelhandels zu einem Innenstadtgipfel getroffen, um über Schritte gegen das Ladensterben zu diskutieren. Dabei hatte er die Möglichkeit für Sonntagsöffnungen angesprochen.

dpa

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