Agrar

Hessen und Schleswig-Holstein fordern Datenbank

Grünen-Politikerin Priska Hinz.

Grünen-Politikerin Priska Hinz.

Wiesbaden/Mainz. Die Datenbank solle Informationen zu Verladestationen und Transportrouten von Nutztieren enthalten, erklärte Hessens Ministerin Priska Hinz (Grüne) mit. "Nur so können wir den Tierschutz sicherstellen." Die Agrarminister kommen vom (morgigen) Donnerstag bis Freitag in Mainz zusammen, auf Amtschefebene startete das Treffen am Mittwoch.

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Den für die Genehmigung von Transporten zuständigen Veterinärbehörden fehlten oft Daten, wo Tiere überhaupt abgeladen und versorgt werden könnte, argumentieren beide Länder. Wenn Rinder aber länger als 29 Stunden ohne Pausen und ohne genügend Futter und Wasser unterwegs seien, dürften Transporte nicht genehmigt werden. Ein von einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe erarbeitetes Konzept für eine Datenbank liege seit Mai vor, dennoch habe der Bund eine solche Plattform noch nicht in Auftrag gegeben. Das solle nun endlich erfolgen.

Aus dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Berlin hieß es, die Datenbank solle am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) entwickelt und aufgebaut werden, dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit. Gespräche mit dem FLI hätten schon stattgefunden. Kürzlich hatte Agrar-Staatssekretär Hermann Onko Aeikens den Vorwurf zurückgewiesen, der Bund verweigere die Einrichtung einer Datenbank. "Die Einrichtung einer Datenbank zur besseren Kontrolle von Tiertransporten wird derzeit aufgebaut und ist auf einem guten Weg", sagte er Mitte September.

Hessen hatte Tiertransporte in 17 Nicht-EU-Staaten Anfang 2019 per Erlass verboten, darunter Iran, Kasachstan und die Türkei. Ähnliche Verbote gibt es zudem in Bayern und Schleswig-Holstein. Hinz hat bereits mehrfach einheitliche Vorgaben des Bundes für den Transport von Tieren in Drittländer gefordert.

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dpa

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