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Gericht kippt Beschlüsse von Deutsche-Bank-Hauptversammlung

Christian Sewing (l.) und Paul Achleitner von der Deutschen Bank.

Christian Sewing (l.) und Paul Achleitner von der Deutschen Bank.

Frankfurt/Main. 3-05 O 54/19). Die Deutsche Bank und das Landgericht Frankfurt bestätigten am Freitag auf Anfrage einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel". Direkte Konsequenzen hat das Urteil nicht, die Deutsche Bank kündigte Berufung beim Oberlandesgericht Frankfurt an.

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Das Gericht begründete die Entscheidung damit, dass bei der Hauptversammlung am 23. Mai Fragen von Aktionären nicht ausreichend beantwortet worden seien. Damit beruhe die Entlastung der Manager auf einem Verfahrensfehler, denn die Hauptversammlung habe auf dieser Basis keine hinreichende Informationsgrundlage für die Entlastung geboten, erklärte eine Justizsprecherin. Mehrere Aktionäre hatten geklagt. Konkret ging es nach "Spiegel"-Informationen um Fragen zum Beratungshonorar, das die Bank dem US-Finanzinvestor Cerberus zahlt, der zugleich einer der größten Aktionäre des Instituts ist.

Die Deutsche Bank erklärte, sie sei "fest davon überzeugt, unseren Aktionären auf der Hauptversammlung 2019 alle Fragen richtig und angemessen beantwortet zu haben". Daher will die Bank in die nächste Instanz gehen: "Wir werden Berufung beim Oberlandesgericht Frankfurt einlegen. Frühere Klagen dieses Berufsklägers zu Beschlüssen unserer Hauptversammlungen waren nur äußerst selten erfolgreich."

Bei der diesjährigen Hauptversammlung hatten die Aktionäre Achleitner und Sewing ohnehin einen Denkzettel verpasst. Beide wurden mit vergleichsweise geringen Quoten für das Geschäftsjahr 2018 entlastet. Achleitner erhielt 71,63 Prozent Zustimmung, Sewing 75,23 Prozent. Üblich sind Quoten von mehr als 90 Prozent.

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dpa

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