Luftverkehr

EU-Klimapläne: Lufthansa sieht Milliardenlasten

Fahnen mit dem Logo der Fluggesellschaft Lufthansa wehen auf dem Rankfurter Flughafen.

Fahnen mit dem Logo der Fluggesellschaft Lufthansa wehen auf dem Rankfurter Flughafen.

Frankfurt/Berlin. Bis 2030 sei mit einer einseitigen Belastung von bis zu 7 Milliarden Euro zu rechnen.

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Die Kommission hat zur schnelleren Co2-Reduzierung für den Luftverkehr einen verschärften Emissionshandel, eine europäische Kerosinsteuer und verbindliche Beimischungsquoten für nachhaltige Kraftstoffe vorgeschlagen. Die Luftverkehrsindustrie sieht in der konkreten Ausgestaltung aber Nachteile gegenüber außereuropäischen Wettbewerbern, die mit ihren Kostenvorteilen Passagiere etwa in die Türkei oder den Mittleren Osten umleiten könnten.

In dem Politikbrief lehnt Lufthansa eine Kerosinsteuer vollständig ab. Bei der Beimischung nachhaltiger Kraftstoffe brauche es wie in anderen Wirtschaftsbereichen Regelungen, die eine bloße Verlagerung der CO2-Belastung verhindere. Der bislang nur innerhalb Europas laufende Emissionshandel müsse auf Zubringerflüge zu außereuropäischen Flughäfen ausgeweitet werden.

Konzernchef Carsten Spohr sagte dem "vbw-Unternehmermagazin" (Donnerstag): "Es darf nicht sein, dass europäische Airlines gegenüber nichteuropäischen Airlines deutlich benachteiligt werden. Wenn Tickets in Europa teurer werden und dann die Menschen den Umweg über Istanbul oder Dubai nehmen, steigt der CO2-Ausstoß und der Wirtschaftsstandort Deutschland wird geschwächt." Ein fairer Wettbewerb mit den Hauptkonkurrenten aus dem Nahen Osten, China, den USA und aus der Türkei müsse sichergestellt sein.

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© dpa-infocom, dpa:211013-99-582462/5

dpa

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