Gesundheit

Dehoga: Geplante Gastro-Schließungen "unverhältnismäßig"

Vor einem geschlossen Restaurant stehen leere Stühle und Tische.

Vor einem geschlossen Restaurant stehen leere Stühle und Tische.

Wiesbaden. "Dass der Schutz der Gesundheit an erster Stelle steht, ist auch aus Sicht des Dehoga Hessen unbestritten", erklärte der Verband am Mittwoch in Wiesbaden. Allerdings halte man neuerliche Schließungen für das Gastgewerbe für unverhältnismäßig.

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"Es gibt keine belegbaren Zahlen, dass unsere Betriebe für ein besonders hohes Infektionsgeschehen verantwortlich sind", so der Verband - im Gegenteil: die Gastronomen und Hoteliers hätten in den vergangenen Monaten Geld und Mühe in aufwendige Hygienekonzepte und Luftfilteranlagen gesteckt. In den Hotelzimmern seien, bis auf den engsten Familienkreis, in der Regel kaum Kontakte vorhanden. Die Gastronomie biete zudem ein kontrollierbares Umfeld, Abstände würden eingehalten, eine Nachverfolgung sei möglich.

"Die höchsten Ansteckungsraten finden im privaten Bereich statt", so der Verband. Eine Schließung des Gastgewerbes trage eher dazu bei, dass Menschen sich im unkontrollierbaren Raum träfen. Eine vorübergehende Eindämmung werde zudem das Problem nur temporär lösen. "Wichtig wäre es vielmehr, kurz- und mittelfristige Maßnahmen zu finden, die unserer Branche realistische Überlebensperspektiven geben." Bei einem erneuten Shutdown müsse seitens des Bundes und der Länder auch ein finanzieller Ausgleich des Schadens garantiert sein, "ansonsten sind Existenzen und Arbeitsplätze noch gefährdeter als bisher", hieß es.

Bund und Länder berieten am Mittwochnachmittag über deutliche Verschärfungen der Corona-Beschränkungen. Der Bund will laut einem Entwurf, der der dpa vorliegt, ab dem 4. November wegen steigender Corona-Infektionen zeitweise unter anderem Theater, Kinos, Opern oder Konzerthäuser sowie die Gastronomie schließen. Touristische Übernachtungsangebote im Inland sollen untersagt werden.

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dpa

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