Luftverkehr

Condor will Schadenersatz nach geplatzter Übernahme

Eine Boeing 757-300 der Fluggesellschaft Condor rollt über das Vorfeld eines Flughafens.

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Frankfurt/Main. PGL lehne die Forderung ab, hieß es.

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Streitpunkt ist ein im vergangenen Januar abgeschlossener Kaufvertrag zwischen der damals insolventen Condor und der LOT-Mutter PGL, die als neuer Investor einsteigen wollte. In der Corona-Krise änderten die selbst in Bedrängnis geratenen Polen ihre Meinung und traten im April von dem vereinbarten Geschäft zurück.

Condor hatte bereits angekündigt, etwaige Schadenersatzansprüche gegen die PGL zu prüfen. Zum laufenden Verfahren wolle man sich nicht äußern, erklärte eine Sprecherin am Mittwoch in Frankfurt. Zunächst hatte das Portal "Airliners.de" berichtet.

Nach einem abermaligen, von den Gläubigern inzwischen bestätigten und rechtskräftigen Schutzschirmplan steht die frühere Thomas-Cook-Tochter Condor dank eines langfristigen KfW-Kredits unmittelbar vor einem Neustart. An die Stelle der PGL soll ein Treuhänder treten, um zu einem späteren Zeitpunkt erneut auf Investorensuche zu gehen.

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Zum Neustart hat Condor nach eigenen Angaben rund 4200 Mitarbeiter und 51 Flugzeuge. Wegen der Pandemie ist der Flugverkehr allerdings stark eingeschränkt und der Großteil des Personals befindet sich in Kurzarbeit. Für den Winter hat Condor-Chef Ralf Teckentrup ein Volumen von 10 bis 15 Prozent des sonst üblichen Niveaus angekündigt.

dpa

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