Banken

Commerzbank will Negativzins stärker an Kunden weitergeben

Das Logo der Commerzbank hängt an der Außenfassade einer Filiale.

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Frankfurt/Main. "Im vergangenen Jahr haben wir von unseren Kunden Guthabengebühren in Höhe von mehr als 100 Millionen Euro erhoben. 2021 wird dieser Betrag voraussichtlich noch mal leicht steigen."

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Mit Negativzinsen kompensieren Banken, dass sie derzeit selber 0,5 Prozent Zinsen zahlen müssen, wenn sie Gelder bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parken. Etliche Institute geben die Kosten dafür seit geraumer Zeit an Firmenkunden und zunehmend auch an vermögende Privatkunden weiter. Der neue Commerzbank-Chef Manfred Knof, der den Frankfurter MDax-Konzern seit Januar führt, hatte bei der Bilanzvorlage Mitte Februar bereits angedeutet, dass mehr Kunden mit Strafzinsen rechnen müssen.

"Wenn wir keinen Weg finden, eine Geschäftsbeziehung profitabel zu gestalten, werden wir uns von Kunden trennen", betonte Kotzbauer. "Ich bin aber zuversichtlich, dass das nur sehr selektiv der Fall sein wird." Die Bank habe Geschäftsbeziehungen mit rund 26 000 Firmenverbünden. "Vermutlich werden wir uns perspektivisch von einigen Hundert Kunden trennen. Das betrifft vor allem internationale Unternehmen ohne Geschäftsbezug zu Deutschland. In Deutschland rechne ich daher mit einer eher kleinen Zahl." Insgesamt gehe er von einer stabilen Kundenzahl in den kommenden Jahren aus.

Die Commerzbank hat einen harten Sparkurs eingeschlagen. Unter dem Strich werden 7500 Vollzeitstellen gestrichen, das Filialnetz in Deutschland wird auf 450 Standorte fast halbiert. Im Ausland gibt die Bank 15 Standorte auf. Welche das genau sein werden, ließ auch Kotzbauer offen. "Unter dem Strich werden wir in rund 40 Ländern präsent bleiben", sagte der Firmenkundenvorstand.

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© dpa-infocom, dpa:210226-99-602618/2

dpa

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