Amateurfußball

Trend in Richtung Saisonabbruch

Während die Profis bald wieder ran dürfen, steht der hessische Amateurfußball vor dem Saisonaus. Archivfoto: Marcello Di Cicco

Während die Profis bald wieder ran dürfen, steht der hessische Amateurfußball vor dem Saisonaus.

Marburg. Die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie für den Amateurfußball ziehen viele Fragen der hessischen Vereine nach sich.

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Parallel zu den 32 Kreiskonferenzen der hessischen Fußballkreise in diesen Tagen beantwortete das Präsidium des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) anlässlich einer virtuellen Sprechstunde am Samstag zahlreiche Fragen von mehr als 250 Teilnehmern der hessischen Fußballvereine.

Vorrangig ging es bei den erbetenen Informationen um die Themen Trainings- und Spielbetrieb.

„Trotz unserer transparenten Informationspolitik der vergangenen Wochen an alle Mitarbeiter und Vereine des Hessischen Fußball-Verbandes bleiben immer wieder gerade spezielle und individuelle Fragen offen. Wir freuen uns, dass viele Vereinsvertreter diese Möglichkeit des direkten Dialogs mit dem HFV-Präsidium genutzt haben, uns mit diesen Fragestellungen und Herausforderungen zu konfrontieren. Von der Interaktion mit den Vereinen haben beide Seiten profitiert und gehen zukünftige Aufgaben mit der nötigen Motivation und Optimismus an“, erklärte HFV-Präsident Stefan Reuß anschließend.

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Große Mehrheit der Vereine für Abbruch

Stellt sich die Frage, ob der Optimismus berechtigt ist, wenn man berücksichtigt, dass sich zahlreiche Vereine bereits jetzt gegen eine Fortsetzung der Saison ausgesprochen haben. So will etwa die große Mehrheit der Vereine im Fußballkreis Limburg-Weilburg nicht, dass die Saison fortgesetzt wird.

Das Abstimmungsergebnis fiel recht eindeutig aus, berichtete die Frankfurter Neue Presse (FNP): Am Sonntagmittag stimmte die große Mehrheit der insgesamt 107 Vereine im Fußballkreis Limburg-Weilburg für einen vorzeitigen Saison-Abbruch. Allerdings gab es ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der Variante mit oder ohne Absteiger: 33 stimmten für die Variante mit Auf- und Absteiger, 32 für die Variante mit Auf-, aber ohne Absteiger. Drei Vereine wollten die Saison fortsetzen.

Marburg liegt im Trend

Diesen Trend erkennt auch Marburgs Kreisfußballwart Peter Schmidt: „Nach allem, was mir zugetragen wurde, gehe ich davon aus, dass sich die Mehrheit unserer Vereine für einen Saisonabbruch aussprechen wird. Letztlich geht es dann nur noch darum, wie damit umgegangen wird – vor allem, was die Auf- und Abstiegsregelung betrifft.“

Allerdings steht die Auswertung der Fragebogen, die Schmidt an alle heimischen Fußballvereine verteilt hat, noch aus. Bis Dienstagabend haben die Vereine Zeit, sie zurückzuschicken. Danach folgt wohl bereits am Mittwoch, 13. Mai, eine Videokonferenz des Fußballkreises mit den Vereinen.

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Am Wochenende schließlich tagt einmal mehr der Vorstand des Hessischen Fußball-Verbands. Zwar wünscht sich auch der HFV schnellstmöglich normale Verhältnisse auf den Sportplätzen und den gewohnten Spielbetrieb. Da dies jedoch aktuell noch nicht möglich ist, ist eher davon auszugehen, dass auch der Verband den Abbruch der Saison beschließen wird.

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