Bundestagswahl

Mit Grundvertrauen zurück in den Bundestag

Dr. Stefan Heck möchte für die CDU wieder in den Bundestag und kämpft um das Direktmandat.

Dr. Stefan Heck möchte für die CDU wieder in den Bundestag und kämpft um das Direktmandat.

Marburg. Dr. Stefan Heck (CDU) ist in sehr fordernden, wohl einmaligen Zeiten Staatssekretär im hessischen Innenministerium: In die vergangenen mehr als zwei Jahre fielen der Ausbruch der Corona-Pandemie verbunden mit Grundrechtseinschränkungen, die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke mit rechtsterroristischem Hintergrund und der Anschlag von Hanau. Große Herausforderungen für einen führenden Innenpolitiker auf Landesebene. Und doch will Stefan Heck dahin zurück, wo er schon war, in den Deutschen Bundestag.

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Warum? „Ich habe diese Aufgabe im Bundestag sehr gerne gemacht, das hat mich nicht losgelassen“, antwortet Heck. Was ausdrücklich nicht bedeute, dass er seine Arbeit als Staatssekretär nicht sehr möge, ganz im Gegenteil.

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Doch die vier Jahre als Mitglied im Bundestag seien ein sehr spannender Lebensabschnitt gewesen. An den will Heck jetzt anknüpfen. In jenen vier Jahren war der 38-Jährige unter anderem im Rechtsausschuss und dort entscheidend an den Änderungen im Urheberrecht beteiligt. Vor vier Jahren galt Hecks Ausscheiden als „wohl herbster Verlust“ für die CDU-Bundestagsfraktion, wie die Tageszeitung „Die Welt“ damals in einer Wahlanalyse wertete.

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Jetzt also wieder Wahlkampf für das Ziel, Bundestagsabgeordneter für den Landkreis Marburg-Biedenkopf zu werden. Arbeitsplätze erhalten, neue schaffen, Infrastruktur bei den Menschen im Kreis erhalten und ausbauen, Klimaschutz vor Ort fördern, die Landwirtschaft unterstützen. Das sind plakativ einige Kernaussagen Hecks zu seinen Zielen für die Menschen im Kreis. Die Landwirtschaft sticht ein wenig heraus, man verbindet sie nicht unbedingt gleich mit dem Mardorfer.

Der Heimat treu geblieben

Heck schaut vom Amöneburger Mauerrundweg herab und zeigt in die Ferne, wo Felder zu sehen sind. „Wer hier groß geworden ist, der weiß, wie wichtig die Landwirtschaft ist für uns alle, und hat einen persönlichen Bezug dazu“, sagt er. Stefan Heck ist einen klassischen Weg hin zum Berufspolitiker mit hoher Verantwortung gegangen. Sein erstes Mandat überhaupt war ein Ehrenamt, er war bis 2021 Amöneburger Stadtverordneter, war zunächst sechs Jahre CDU-Fraktionsvorsitzender und zuletzt in der zentralen Rolle als Stadtverordneten-Vorsteher der Moderator in einem Parlament, das vorsichtig gesagt für Kontroverse steht.

Sicher habe ihn diese ganze Zeit politisch mitgeprägt. Er habe klassisches politisches Handwerk gelernt, vom Formulieren von Anträgen, Diskutieren bis hin zum Finden von Kompromissen. Stefan Heck, der seiner Heimat treu geblieben ist, hält diese Erfahrungen auf dem Weg in die Politik für unverzichtbar. Er bleibt vor Ort weiter verhaftet, nicht nur familiär, auch in direkter politischer Verantwortung, denn Heck ist Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Marburg-Biedenkopf.

Klimaschutz ist ein "dringliches Thema"

Der Mardorfer steht für das Wort „konservativ“, dazu steht er, darauf will er sich aber nicht reduzieren lassen. Er stehe für ein Grundvertrauen in staatliche Strukturen, stehe für Vertrauen in Recht und Gesetz. „Aber ich bin ein Mensch, der allem Modernen und Neuen gegenüber völlig offen und aufgeschlossen ist“, sagt er. Das Wort Grundvertrauen fällt im Gespräch am Mauerrundweg noch einmal. Bei der Frage, welche Rolle sein Glauben für ihn gespielt hat und spielt. Er war Messdiener und besuchte die Stiftsschule Amöneburg, an deren Fuß das Gespräch mit der OP gerade stattfindet.

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So entwickelten sich religiöse Bezugspunkte, wie Heck es im Nachhinein formuliert. „Und daraus entwickelte sich mein Grundvertrauen, dass am Ende alles gut wird“, sagt er. Aktuell dominiert das Wort „Klimaschutz“ viele politische Debatten. Heck sieht die Dringlichkeit des Themas. Er hält es für zentral und für nicht wegzudenken. Er fügt doch ein Aber an. „Alle müssen sich bewusst sein, dass wir die Welt nicht allein retten können und werden“, spricht er für mehr internationales, gemeinschaftliches Agieren. Am Schluss müssten immer Lösungen gefunden werden, bei denen auch die Wirtschaft handlungsfähig bliebe.

Steckbrief: Dr. Stefan Heck

Alter: 38 Jahre

Sternzeichen: Löwe

Geburtsort: Marburg

Familienstand: verheiratet, zwei Kinder

Wohnort: Wiesbaden und Mardorf

Beruf: Staatssekretär

Höchster Bildungsstand: Zweites juristisches  Staatsexamen

In der Politik seit: ehrenamtlich 1998, beruflich 2013

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