Afghanistan

Die Spezialisten für Evakuierungen

Fallschirmjäger der DSK (hier Fallschirmjäger bei einer Übung auf einem Flugplatz) sind auf Evakuierungsoperationen vorbereitet (Archivfoto).

Fallschirmjäger der DSK (hier Fallschirmjäger bei einer Übung auf einem Flugplatz) sind auf Evakuierungsoperationen vorbereitet (Archivfoto).

Stadtallendorf. Bundeswehrsoldaten sichern die Evakuierung von Personal der deutschen Botschaft in Kabul und von sogenannten Ortskräften, Afghanen, die teils über Jahre für die Bundeswehr gearbeitet haben. Fallschirmjäger übernehmen diesen Auftrag gemeinsam mit der Luftwaffe. Innerhalb der Bundeswehr übernimmt die Division Schnelle Kräfte (DSK) mit Sitz in Stadtallendorf solche „militärischen Evakuierungsoperationen“.

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Der jetzige Einsatz in Afghanistan ist der bisher größte Bundeswehreinsatz dieser Art. Fallschirmjäger der DSK sind in Seedorf (Fallschirmjägerregiment 31) und in Zweibrücken (Fallschirmjägerregiment 26). Geführt wird die Division vom Stab in Stadtallendorf. Insgesamt gehören rund 9.500 Bundeswehrsoldaten und etwa 2.500 niederländische Soldaten zur DSK. In Stadtallendorf in der Herrenwaldkaserne befinden sich neben dem Divisionsstab auch die Kommunikationsspezialisten – Fernmeldeeinheiten.

Generalinspekteur nennt DSK Evakuierungs-Experten

Sie stellen im Einsatz sicher, dass die Führung mit den Soldaten vor Ort etwa in Kabul ständig in Verbindung bleibt. Dazu verfügt die Division auch über einen eigenen mobilen Gefechtsstand, der sich von Größe und Umfang her auch an verschiedenen Situationen anpassen lässt und vor allem auch durch die Luft transportiert werden kann. Welche Kräfte der DSK aktuell zum Einsatz kommen werden, ist an diesem Wochenende unbekannt.

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Klar scheint zu sein, dass Maschinen der Luftwaffe den Transport heraus aus Kabul übernehmen. Am Sonntagabend (15. August) sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) betonte: „Unser Ziel ist es, dass wir – solange es die Möglichkeiten vor Ort erlauben – so viele Menschen wie möglich aus Afghanistan rausbringen werden.“

Sie stellen im Einsatz sicher, dass die Führung mit den Soldaten vor Ort etwa in Kabul ständig in Verbindung bleibt. Dazu verfügt die Division auch über einen eigenen mobilen Gefechtsstand, der sich von Größe und Umfang her auch an verschiedenen Situationen anpassen lässt und vor allem auch durch die Luft transportiert werden kann. Welche Kräfte der DSK aktuell zum Einsatz kommen werden, ist an diesem Wochenende unbekannt.

Klar scheint zu sein, dass Maschinen der Luftwaffe den Transport heraus aus Kabul übernehmen. Zu operativen Einzelheiten wollte sich die Bundesregierung, allen voran Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, am Wochenende bewusst nicht äußern. Die Deutsche Presseagentur (dpa) berichtete am Sonntag (15. August), dass 300 Fallschirmjäger aus Seedorf und weitere Kräfte der Bundeswehr wie Sanitätseinheiten einsatzbereit seien.

Jahrelange Probe

Seit Jahren probt die DSK derartige Evakuierungen immer wieder und mit wechselnden Szenarien bis hin zur gewaltsamen Befreiung deutscher Staatsbürger aus. Derzeit führt Generalmajor Andreas Hannemann die Division. Ihr unterstehen dabei auch die Heeresfliegerverbände einschließlich der Transporthubschrauber NH90.

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Andreas Zorn, selbst ehemaliger Kommandeur der DSK, bezeichnete die DSK bei einem Truppenbesuch in Stadtallendorf einmal als die „Experten“ bei militärischen Evakuierungsoperationen. In der Vergangenheit hatten Soldaten der damaligen Division Spezielle Operationen, der heutigen DSK, Deutsche aus Libyen evakuiert (Operation Pegasus im Jahr 2011).

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