UKGM

Wird UKGM zur Genossenschaft?

Wird das UKGM zur Genossenschaft? (Symbolfoto)

Wird das UKGM zur Genossenschaft? (Symbolfoto)

Marburg. Als erster Politiker der schwarz-grünen Landesregierung hat sich der Marburger CDU-Chef und Landtagsabgeordnete Dirk Bamberger in den Konflikt um Pflegenotstand am UKGM eingeschaltet und den neuen Eigentümer, den Medizinkonzern Asklepios scharf kritisiert.
Die Situation am Klinikum nennt Bamberger "einen neuen vorläufigen Tiefpunkt seit der Übernahme der UKGM GmbH durch den Asklepios-Konzern".

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Die Übernahme habe nahezu den Charakter einer zweiten Privatisierung. "Das verkraftet dieses Haus aber kein zweites Mal!", mahnt der Marburger Landtagsabgeordnete.
Bamberger lehnt sich in Sachen UKGM-Privatisierung damit weiter aus dem Fenster als jemals ein Unions-Landespolitiker vor ihm. "Ich habe den Eindruck, dass Asklepios gerade den Standort Marburg sehenden Auges gegen die Wand fährt", sagt er.
Selbst in dem Schreiben der UKGM-Geschäftsführung an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ende der vergangenen Woche vermisst Bamberger klare Aussagen zu dem dringend notwendigen Aufbau neuen Pflegepersonals und zu einer Verbesserung der Lohnstruktur. Dass das eigene Stammpersonal mit jahrelangem Erfahrungsschatz das Haus verlässt und nun mit Kräften aus Südamerika kompensiert werden solle, komme demnach "einer Bankrotterklärung" gleich.

Bamberger fordert als Erste Maßnahme die sofortige Neubesetzung der Position des ärztlichen Geschäftsführers aus den Reihe der Marburger Ärzteschaft.
Als Lösung all der gegenwärtigen Probleme greift Bamberger einen Vorschlag des früheren Marburger CDU-Chefs Philipp Stompfe auf, das Klinikum in einem Genossenschaftsmodell wieder in die öffentliche Hand zurückzuführen.
"Wir haben Ideen dazu, wie dieses Klinikum aus der privaten Betreiberschaft wieder in eine öffentliche Verantwortung überführt werden kann", so Bamberger. Der Vorschlag von Stompfe aus dem Jahr 2012 war in der Kommunalpolitik nicht bis zum Ende erwogen worden.

Von Till Conrad und Andreas Schmidt

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Den ausführlichen Bericht finden Sie hier: Der Staat muss die Verantwortung übernehmen

(Der Artikel ist nach Login kostenfrei verfügbar)

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