Inzidenz 35+

Negativ-Nachweis wird zur Pflicht

Geimpft, genesen oder getestet: Die 3-G-Regel greift.

Geimpft, genesen oder getestet: Die 3-G-Regel greift.

Marburg. Am Samstag (21. August) überschritt der Inzidenz-Wert des Landkreises die 35er-Schwelle. Mit dem am Sonntag (22. August) gemeldeten Wert von 42,5 ist die Verwaltungsbehörde des Kreises verpflichtet, die Verordnung des Landes umzusetzen. Dazu wird das aktualisierte Eskalations-Stufenkonzept der Landesregierung mit einer Allgemeinverfügung unterlegt. Diese will der Landkreis am Montag (23. August) bekannt geben. Was die Allgemeinverfügung enthalten wird, lässt sich dem Stufenkonzept für den Wert 35+ entnehmen (siehe Infobox Präventionskonzept).

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Schon jetzt lässt sich sagen, dass sich für einen Großteil der Menschen im Landkreis durch das Erreichen dieser Eskalationsstufe nichts ändert, da immer noch die Regel der drei Gs greift. Das bedeutet für Nicht-Geimpfte, dass sie sich öfter als bisher zwingend einem Test unterziehen müssen, wollen sie zum Beispiel ein Restaurant besuchen oder die Dienste eines Friseurs in Anspruch nehmen.

Auf Situation vorbereitet

Wie stichprobenartige Gespräche der OP ergaben, sind die Dienstleister jedoch auf die Situation vorbereitet. „Wir befolgen in unseren Domino-Salons schon die 3-G-Regel“, sagt Claudia Müller, Geschäftsführerin der Friseur-Kette. Wer in den Salons weder einen Geimpft- noch einen Genesenen-Nachweis vorweisen kann, sollte zuvor ein Schnelltestzentrum aufsuchen. Die Friseure bieten auch die Möglichkeit an, vor Ort einen Schnelltest zu absolvieren. Als Dienstleistung, um die Kunden in die Salons zu ziehen. Denn die Kunden verweilen dort nicht mehr so lang wie vor Corona. Es fehle das Wohlfühlerlebnis, auch weil mit Maske weniger geredet werde, berichtete Claudia Müller, was sie zu dem Schluss kommen lässt: „Von normal sind wir noch weit entfernt.“

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Das sieht Sascha Mössinger anders: „Die Resonanz bei der Wiedereröffnung war sehr, sehr positiv“, sagt der Betreiber des Fitnessstudios McShape in Stadtallendorf. Dieses bleibt geöffnet, dazu hat Mössinger die technischen Voraussetzungen geschaffen. Am Check-in-Schalter muss ein Negativ-Nachweis vorgezeigt werden, sonst wird der Einlass verwehrt. Ein vorgelegter Impfnachweis kann gespeichert werden. Der Aufenthalt im Studio ist ohne Maske möglich.

Ein Negativ-Nachweis ist seit gestern auch beim Betreten des Freizeitbades Nautilust in Gladenbach erforderlich. Dies, weil es lediglich einen Eingang zum Hallenbad gibt, selbst wenn die Badegäste nur die Außenanlagen nutzen wollen. In Marburger Bädern wie dem Aquamar oder dem Hallenbad im Stadtteil Wehrda muss ein Gast einen Negativ-Nachweis vorweisen. „Da ändert sich nichts, das galt die ganze Zeit seit der Wiedereröffnung so“, sagt Birgit Heimrich, Pressesprecherin der Stadt.

Präventionskonzept

Ab einer Inzidenz von mehr als 35 gelten folgende Regeln des Hessischen Präventions- und Eskalationskonzeptes:

  • Einlass in geschlossene Räume bei Zusammenkünften, Fachmessen, Veranstaltungen und Kulturangeboten nach § 16 Abs. 1 CoSchuV nur mit Negativ-Nachweis nach § 3 CoSchuV unabhängig von der Teilnehmerzahl. Dies gilt auch für private Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen.
  • Einlass in die Innengastronomie nur für Gäste mit Negativ-Nachweis nach § 3 CoSchuV.
  • Erbringung körpernaher Dienstleistungen nur für Kunden mit Negativ-Nachweis nach § 3 CoSchuV.
  • Einlass in die Innenräume von Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie von Sportstätten wie Fitnessstudios, Hallenbäder oder Sporthallen nur mit Negativ-Nachweis nach § 3 CoSchuV – gilt nicht für den Spitzen- und Profisport.
  • Einlass in Spielbanken, Spielhallen und ähnlichen Einrichtungen sowie zum Aufenthalt in Wettvermittlungsstellen nur für Gäste mit Negativ-Nachweis nach § 3 CoSchuV.
  • In Übernachtungsbetrieben mit Gemeinschaftseinrichtungen mit Vorlage eines Negativ-Nachweises nach § 3 CoSchuV bei Anreise und bei längeren Aufenthalten zweimal pro Woche.
  • Einlass als Besucher in Einrichtungen der Behindertenhilfe nur mit Negativ-Nachweis nach § 3 CoSchuV.

Wenn der Schwellenwert fünf Tage in Folge unterschritten wird, sollen die Beschränkungen in der Regel ab dem nächsten Tag zurückgenommen werden.

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