Corona

Hilfestellungen für Familien in stressigen Zeiten

Ralph Caspers moderiert unter anderem die Sendung „Wissen macht Ah!“. Er hat einen der Erklärfilme für „Familien unter Druck“ eingesprochen.

Ralph Caspers moderiert unter anderem die Sendung „Wissen macht Ah!“. Er hat einen der Erklärfilme für „Familien unter Druck“ eingesprochen.

Marburg. Die Marburger Kinder- und Jugendpsychologin Professorin Hanna Christiansen hatte die Idee dazu gemeinsam mit ihrer Kollegin Professorin Silvia Schneider von der Universität Bochum. Prominente Sprecher wie die Moderatoren und Eltern Jörg Pilawa oder Collien Fernandez-Ulmen haben die Texte zu den animierten Videoszenen gesprochen.

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Sie wurden ursprünglich durch das Londoner King’s College für Elterntrainings entwickelt und jetzt durch Schneider und Christiansen ins Deutsche übersetzt sowie sprachlich angepasst. Unterstützt wird das Projekt von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD).

Erste Studien zeigen, dass mehr als 70 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen sich durch die Corona-Krise seelisch belastet fühlen. Stress, Angst und Depressionen haben zugenommen. Und jedes vierte Kind berichtet von häufigerem Streit in den Familien. Weil auch das Wohlbefinden der Eltern während des ersten Lockdowns abgenommen hat, warnen Psychologen, Kinderärzte und Sozialarbeiter vor der Zunahme von häuslicher Gewalt gegen Kinder.

Und auch im gerade begonnenen „Lockdown Light“ könnte es wieder mehr Probleme in den Familien geben, warnt Hanna Christiansen im Gespräch mit der OP. Das gelte insbesondere, weil im Winter, „wenn es kalt wird und früh dunkel“, weniger Spielmöglichkeiten im Freien vorhanden sein können und im November auch die Vereinsangebote wegfallen. „Dann fällt den Familien die Decke auf den Kopf. Und mit dem jetzigen Anstieg der Corona-Fallzahlen müssen wir uns darauf einstellen, dass es immer wieder zu partiellen Schließungen der Betreuungseinrichtungen und auch häuslicher Quarantäne kommen kann“, sagt die Marburger Psychologin. Die Tipps in den zwölf Videos sollen den Familien dabei helfen, den Alltag gemeinsam gut zu bewältigen. Unter anderem geht es bei den Tipps darum, feste Strukturen und Routinen im Alltag beizubehalten. Auch eine gemeinsame „Sorgenzeit“ könne Familien helfen, besser durch die schwierigen Zeiten zu kommen. Den Kindern erklären, dass es normal ist, in schwierigen Zeiten Angst zu haben: Das ist eine der Ideen, die in den Videos erläutert werden. Ein zweiter Tipp, ganz praktisch: Ruhig bleiben, wenn das Kind ausrastet, weil in der Corona-Zeit alles zu viel wird. Das Besondere an all diesen psychologischen Tricks und kleinen Hilfestellungen: Sie basieren alle auf jahrzehntelanger Forschung von Fachleuten.

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Internet-Info: Die Filme, die auch auf Youtube zu finden sind, sind alle seit diesem Donnerstag auf der Webseite " www.familien-unter-druck.de" abrufbar.

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