Pharma

Hilfe für Biontech von Hephata

CNC-Fräser Martin Dörrbecker (links) und CNC-Dreher Jens Kühn präsentieren die in der Hephata-Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in Schwalmstadt-Ziegenhain gefertigten Teile für den Impfstoffhersteller Biontech.

CNC-Fräser Martin Dörrbecker (links) und CNC-Dreher Jens Kühn präsentieren die in der Hephata-Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in Schwalmstadt-Ziegenhain gefertigten Teile für den Impfstoffhersteller Biontech.

Marburg. Die Hephata-Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (WfbM) sind Teil der Produktionskette für den Corona-Impfstoff der Firma Biontech in Marburg. Die WfbM hat für zwei Biontech-Zulieferer Teile aus Kunststoff und Edelstahl-Materialien neu konzipiert und produziert. „Wir haben getüftelt und schnell Lösungen gefunden. Darauf sind wir sehr stolz“, sagt Bereichsleiter Hans-Günter Kripko.

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Die beiden Biontech-Zulieferer sind aktuell mit der Produktion von Behältern und Produktionsanlagen für die Impfstoffherstellung im Marburger Biontech-Werk betraut. Mit einem Spezialauftrag kamen sie Mitte Dezember auf die WfbM zu.

Keine „Lösungen von der Stange“

„Der Impfstoff als Produkt machte Anbauten an bereits bekannte Komponenten oder sogar Neubauten nötig, die es so nicht von der Stange gab und die in Sonderwerkstoffen gefertigt werden mussten“, sagt Kripko. Die WfbM seien im Herstellen von Einzelstücken oder Kleinserien erprobt. So war es auch bei diesem Auftrag: Gestartet wurde mit einer Schraube für einen Behälter, in dem der Impfstoff hergestellt wird. Dann kamen weitere, komplizierte Spezialteile dazu: „Am ersten Prototyp haben wir mit Hochdruck gearbeitet und innerhalb von 24 Stunden erste Ergebnisse erzielt. Ich bin nachmittags zum Zulieferer gefahren, habe mir das erklären lassen. Dann haben wir abends in der WfbM nach Mustern Handskizzen erstellt, ausprobiert, gebaut und am nächsten Tag beim Kunden getestet. Einmal mussten wir das betreffende Teil noch modifizieren, dann konnten wir es dem Kunden zur Verfügung stellen“, sagt Markus Kläs, Produktmanager und Abteilungsleiter Metall/CNC.

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65 Teile von Hephata

Insgesamt 65 Teile steuerte die WfbM so zu der Produktionsstraße für Biontech-Impfstoff bei. Dabei waren sowohl hochmotivierte Beschäftigte, das nötige Fachpersonal als auch eine hochmoderne Ausstattung notwendig. An dem Auftrag war die gesamte Abteilung Zerspanung mit Drehen, Fräsen und Bohren beteiligt. Beschäftigte übernahmen den Zuschnitt des Materials, das Entgraten und Säubern. Eile, Kreativität und Sorgfalt waren dabei von Anfang an gefragt.

„Die Kunden waren begeistert und dankbar und haben uns ein großes Lob ausgesprochen. Das hat auch unsere Beschäftigten stolz gemacht“, sagt Kläs. Kripko ergänzt: „Viele unserer Klientinnen und Klienten gehören zu den Risikogruppen für einen schweren Verlauf von Covid-19. Wir haben selbst lange auf den Impfstoff gewartet. Jetzt haben wir sogar dabei geholfen, ein großes gesellschaftliches Problem zu lösen.“

Von unseren Redakteuren

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