Corona

Hessens Wirtschaft fordert „Absage an Lockdowns“

Geschlossene Gastronomie und Geschäfte in der Marburger Oberstadt – HIHK-Präsident Eberhard Flammer fordert von der Politik, dass es zu keinen Lockdowns mehr kommt.

Geschlossene Gastronomie und Geschäfte in der Marburger Oberstadt – HIHK-Präsident Eberhard Flammer fordert von der Politik, dass es zu keinen Lockdowns mehr kommt.

Marburg. Zur aktuellen politischen Debatte über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie äußert sich Eberhard Flammer, Präsident des Hessischen Industrie- und Handelskammertages (HIHK): „Hessens Wirtschaft erwartet eine deutliche Absage an Lockdown-Maßnahmen als Reaktion auf steigende Inzidenzzahlen. Von der Landesregierung erhoffen wir uns dazu ein belastbares Bekenntnis.“

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Laut Flammer wäre die Aussicht auf einen wiederkehrenden Lockdown „Gift für Hessens Betriebe. Die Unternehmen verlangen nicht viel – sie wollen schlicht und ergreifend arbeiten können. Und somit Arbeitsplätze, Steuereinnahmen und Wohlstand für uns alle sichern.“

Die aktuelle Diskussion erinnere in weiten Teilen an das vergangene Jahr – bei einer anderen Ausgangslage. So seien inzwischen 61 Prozent der Hessen mindestens einmal geimpft, die Hälfte sogar vollständig. Es gebe digitale Impfpässe, Nachweise für Genesene und bewährte Testmöglichkeiten.

Daher schlussfolgert der HIHK-Präsident: „Jede weitere pauschale Schließung von Betrieben wäre vollkommen unverhältnismäßig. Das unterstreicht auch ein aktuelles Gerichtsurteil aus Niedersachsen, das die Schließung von Betrieben nach Inzidenzlage für unrechtmäßig erklärt.“

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Es sei richtig, wenn die Politik künftig Faktoren wie die Impfquote, die Hospitalisierungsrate und auch wirtschaftliche Zusammenhänge noch stärker berücksichtige.

Eberhard Flammer betont indes: „Mit Eigenverantwortung und zielgenauen Maßnahmen können wir das Virus effizienter in Schach halten und auch den Umfang der benötigten Corona-Hilfen für die Wirtschaft begrenzen.“ Statt ganze Branchen zu schließen, würden Masken, Impfungen und Tests helfen.

Aus diesem Grund riefen die hessischen IHKs auch nachdrücklich zum Impfen auf. „In vielen Mitgliedsunternehmen werden seit Monaten mit großem Engagement Betriebsimpfungen angeboten“, so Flammer.

Von unseren Redakteuren

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