Nabu

Grünschnitt gehört nicht in Feld und Wald

Grünschnitt aus dem Garten gehört auf den Kompost oder in die Biotonne – nicht in den Wald oder ins Feld.

Grünschnitt aus dem Garten gehört auf den Kompost oder in die Biotonne – nicht in den Wald oder ins Feld.

Marburg. Denn Gartenabfälle gehören nicht in Wälder oder andere Landschaftsbereiche, sie schädigen die Böden und verbreiten gebietsfremde Arten. Doch leider werden jedes Jahr aufs Neue zahlreiche Abfälle aus dem Garten im Wald abgeladen. „Einigen Hobbygärtnern scheint die fachgerechte Entsorgung zu aufwändig“, vermutet Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des Nabu. „Doch die Alternativen sind vielfältig und verbraucherfreundlich.“ Zum einen kann der Grünschnitt – meist bis zu einen Kubikmeter – bei kommunalen Grüngut-Annahmestellen kostenlos abgegeben werden. Zum anderen sind Gartenabfälle eine kostenschonende Methode, seinem eigenen Garten Nährstoffe wieder zuzuführen.

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„Mit einem Komposthaufen oder einem Hügelbeet auf dem Grundstück hat man eine ökologische und preiswerte Alternative zum Kunstdünger und verwandelt seinen eigenen Garten in eine Kreislaufwirtschaft“, erläutert Eppler. Holzschnitt kann gegebenenfalls mit einem Häcksler zerkleinert werden. Man kann Rasenschnitt, Blätter und ähnliches aber auch gut zum Mulchen verwenden.

Diese Abdeckung des Bodens – zum Beispiel Baumscheiben – schützt den Boden vor Austrocknung und hält ihn locker. Das ist gerade bei einem trockenen Sommer ein guter Bodenschutz und spart Gießwasser. Auch die Entsorgung in der eigenen Biotonne sei eine Möglichkeit. Beide Methoden sind mit weniger Aufwand verbunden als die Entsorgung im Wald, die zudem illegal ist.

Unter keinen Umständen sollten die Gartenabfälle offen verbrannt werden. Beim Verbrennungsprozess im Garten werden sehr viele Schadstoffe und Feinstaub freigesetzt.

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Gründe hierfür sind, dass das Material meistens noch sehr feucht und die Luftzufuhr nicht ausreichend ist. Es kommt deshalb zu einer unvollständigen Verbrennung mit sehr starker Rauchentwicklung.

„Um diese Jahreszeit kann man unerlaubten Komposthaufen an den Waldrändern beim Wachsen zusehen“, sagt Eppler besorgt. Viele Mitbürger seien sich der Konsequenzen nicht bewusst. Die meisten Waldböden seien von Natur aus nährstoffarm. Eine Entsorgung von Gartenabfällen im Wald gleiche einer hochdosierten Düngung des Bodens. Der Boden unter den Abfällen ersticke wegen Sauerstoffmangel und in der Folge verschwänden die typischen heimischen Pflanzenarten.

Von unseren Redakteuren

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