Bundestagswahl

Acht Kandidatinnen und Kandidaten wollen Erststimmen einsammeln

Am 26. September machen die Wahlberechtigten in Deutschland ihre Kreuze bei der Bundestagswahl.

Am 26. September machen die Wahlberechtigten in Deutschland ihre Kreuze bei der Bundestagswahl.

Marburg. In acht Wochen wählt Deutschland einen neuen Bundestag. Am 26. September sind bundesweit mehr als 60 Millionen Menschen aufgerufen, zwei Kreuze auf dem Wahlzettel zu machen – für den Direktkandidaten oder die Direktkandidatin in ihrem Wahlkreis und für die Partei ihres Vertrauens. Das wird in diesem Jahr nicht eben einfacher als in zurückliegenden Wahlen, denn neben den bereits im Bundestag vertretenen Parteien gehen so viele politische Gruppierungen an den Start wie nie zuvor. Umso wichtiger ist es, sich über die zur Wahl stehenden Kandidatinnen und Kandidaten sowie über die Programme ihrer jeweiligen Parteien zu informieren. Die OP startet heute mit täglichen Informationen rund um den Bundestagswahlkampf in den Countdown bis zum Wahlsonntag am 26. September. Überall dort, wo die Bundestagswahlvignette auftaucht, gibt es Kandidatenporträts, Interviews, Hintergründe, Informationen, Meinungen und Analysen.

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Bis zum 19. Juli hatten auch in Marburg-Biedenkopf die politischen Parteien Zeit, Kandidatinnen und Kandidaten ins Rennen um das Bundestags-Direktmandat zu schicken. Somit steht jetzt fest, dass sich auf den Wahlzetteln acht Namen finden werden – erfahrene Politik-Profis ebenso wie Neueinsteiger.

Ginge es um Sport, würde man bei dem Sozialdemokraten Sören Bartol wohl von einem Langzeit-Titelverteidiger sprechen. Der 47-jährige Diplom-Politologe ist seit 2002 Mitglied des Bundestags und seit Ende 2013 stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion.

Bartols Hauptkonkurrent im Kampf um den direkten Einzug in den Bundestag dürfte der CDU-Politiker Dr. Stefan Heck sein. Die beiden kennen sich bereits aus den zurückliegenden drei Bundestagswahlkämpfen der Jahre 2017, 2013 und 2009. Der 39-jährige Marburger war 2013 über die Landesliste seiner Partei ins Berliner Parlament eingezogen – allerdings nur für eine Legislaturperiode.

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Seit Anfang 2019 arbeitet der promovierte Volljurist als Staatssekretär im hessischen Innenministerium.

Für die Grünen kandidiert bei dieser Bundestagswahl Stephanie Theiss, die Co-Vorsitzende der grünen Kreistagsfraktion. Die 32-Jährige hatte sich bei ihrer Nominierung erst im zweiten Wahlgang gegen ihre Mitbewerberin Marion Messik behauptet.

Die FDP setzt in diesem Jahr auf ihren Kandidaten Niklas Hannott. Er ist seit 2019 Landesvorsitzender der Jungen Liberalen und fungiert in Marburg als stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender.

Der 25-Jährige ist angehender Gymnasiallehrer, studiert hat er Germanistik, Politik und Wirtschaft sowie Geographie.

Der 28-jährige Einzelhandelskaufmann Maximilian Peter ist der Direktkandidat der Linken. Der in Niederweimar lebende Peter ist neben Inge Sturm Kreisvorsitzender seiner Partei.

Die Freien Wähler haben ebenfalls einen Direktkandidaten nominiert: Gökhan Özdemir. Der selbstständige Kaufmann ist Vorsitzender der Freien Wähler in Kirchhain.

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Julian Schmidt trat bereits 2017 für die AfD als Direktkandidat in Marburg-Biedenkopf an. Der 1989 im Hinterland geborene Schmidt war als Zeitsoldat viermal in Afghanistan und steht aktuell vor seinem Abschluss als Wirtschaftsingenieur mit der Fachrichtung Energietechnik.

Rüdiger Schapner aus Biedenkopf hat für die "Basisdemokratische Partei Deutschland" seinen Hut in den Ring geworfen. Der 49-jährige Schapner teilt wie seine Partei Standpunkte der sogenannten "Quer- und Weiterdenker", kritisiert neben der Coronapolitik der Bundesregierung allerdings auch Dinge wie die Privatisierung des Gesundheitswesens oder die Außen- und Verteidigungspolitik. Beruflich ist Schapner als Projektleiter und Prozessoptimierer tätig.

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