Fahrrad-Demo

Aktivisten fordern Fahrradschnellweg

Rund 350 Menschen fuhren vor gut einem Jahr von Gießen über Marburg nach Dannenrod, damals ging es um den Protest gegen die A 49.

Rund 350 Menschen fuhren vor gut einem Jahr von Gießen über Marburg nach Dannenrod, damals ging es um den Protest gegen die A 49.

Marburg. Eine Landstraße, die zum Radschnellweg wird, ohne motorisierten Verkehr und als direkte Anbindung zwischen Marburg und Gießen: Das ist der Traum heimischer Radfahrer, die sich eine eigene Schnellstraße zwischen den Universitätsstädten wünschen. Ginge es nach ihnen, wäre das künftig etwa über Teile der Landesstraße 3039 möglich.

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Aktivisten rund um die BI Verkehrswende fordern, dass die alte Landstraße zwischen Marburg und Gießen zum Fahrradschnellweg umgewidmet wird. Um dieses Ziel stärker in die Öffentlichkeit zu bringen, haben sich erstmals Aktivistinnen und Aktivisten aus Marburg und aus Gießen zusammen getan und starten am Samstag um 11 Uhr von beiden Städten aus zu einer Fahrrad-Demo. Die Gießener fahren vom Berliner Platz aus gen Norden, die Marburger vom Elisabeth-Blochmann-Platz aus nach Süden. Beide Gruppen treffen in der Mitte in Fronhausen aufeinander, wo um 14 Uhr eine Abschlusskundgebung geplant ist.

Verkehrsraum umverteilen

Die Demo unter dem Motto „Wem gehört die Straße?“ ist Teil der Freitag bis Sonntag laufenden dezentralen Aktionstage „#MobilitätswendeJetzt“, an denen Aktivisten bundesweit Aktionen durchführen. Das Ziel: eine sofortige sozial- und klimagerechte Mobilitätswende. Auch die heimischen Teilnehmer fordern: „Wir wollen keinen neuen Beton in der Landschaft; wir wollen Verkehrsraum umverteilen“, heißt es in der Ankündigung.

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Dazu sei die Straßenverbindung westlich der Lahn als Verbindung Gießen-Lollar-Odenhausen-Ruttershausen-Fronhausen-Niederwalgern-Niederweimar-Marburg besonders gut geeignet, um zur Fahrradstraße zu werden. Alleine, da die Strecke nur geringe Höhenunterschiede aufweist, angenehm zu fahren sei und eben bereits vorhanden, sodass keine weitere Landschaft versiegelt werden müsste. Außerdem haben alle an der Strecke gelegenen Orte direkte Verbindungen zur Bundesstraße 3. „Eine weitere zwischen- und überörtliche Autoverbindung ist deshalb entbehrlich“, finden die Aktivisten.

Ihrem Plan nach sollte für die Fahrradstraße die Zusatzoption „Anlieger frei“ für direkte Bewohner gelten. Diese könnten die Strecke ebenfalls nutzen, ein Durchgangsverkehr müsse jedoch unterbunden werden, indem Autos die Fahrradstraße nur als Einbahnstraße bis zum Ortsrand oder geeigneten anderen Orten nutzen. Dort, wo kleine Abschnitte auf derselben Trasse verlaufen, wie die B-3-Zubringer, sei auch der Ausschluss von Kraftfahrzeugen denkbar.

200 Teilnehmer erwartet

Für die Demo am Samstag werden rund 200 Teilnehmer erwartet, wie der Landkreis mitteilt, der die Veranstaltung genehmigt hat. Die Polizei wird den Fahrradkorso begleiten und vorneweg fahren.

Die Strecke von Marburg aus verläuft vom Elisabeth-Blochmann-Platz aus durch die Innen- und Nordstadt, unter anderem über Erlenring, Rudolphsplatz, Biegenstraße, Deutschhausstraße, Bahnhofstraße, zurück über Pilgrimstein und Gutenbergstraße Richtung Südstadt. In der Frankfurter Straße ist eine kurze Zwischenkundgebung geplant, danach geht es weiter über die Gisselberger Straße nach Niederweimar. Von dort aus zieht der Rad-Korso über Wenkbach und Niederwalgern nach Fronhausen, wo der Marburger Teil am Fronhäuser Bahnhof den Rad-Korso aus Gießen treffen wird.

Straßen werden für die dreistündige Demo nicht gesperrt, dennoch ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Die Teilnehmer dürfen ausschließlich auf der rechten Straßenseite fahren, das ist eine der Auflagen der Ordnungsbehörde. Wo zudem kein Mindestabstand eingehalten werden kann, sei ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

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Weitere Infos unter: https://wald-statt-asphalt.net/mobilitaetswendejetzt

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