Großeinsatz der Feuerwehren

Marburger Tapetenfabrik steht in Flammen

Teile der Tapetenfabrik stehen in Flammen.

Teile der Tapetenfabrik stehen in Flammen.

Kirchhain. Eine laute Explosion hatte die Anwohner aufgeschreckt. Kurz darauf schlugen die Flammen meterhoch aus Werksgebäuden. Während die ersten Hilfskräfte am Donnerstag (2. Dezember) ab 20.15 Uhr im Einsatz sind, fährt die Polizei mit einem Lautsprecherwagen durch die Stadt und bittet die Bürger - wegen der starken Rauchentwicklung - Fenster und Türen zu schließen.

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Feuerwehr und Polizei bitten die Bevölkerung, Türen und Fenster geschlossen zu halten und dem Brandort fernzubleiben um die Lösch- und Rettungsarbeiten und letztlich sich selbst auch nicht zu gefährden.

Immer mehr Einsatzkräfte werden alarmiert. Von Feuerwehrleiterwagen und vom Boden aus werden die Flammen bekämpft. Zahlreiche Atemschutzgeräteträger sind im Einsatz. Der Feuerschein ist weithin sichtbar.

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Das Feuer ist nach ersten Erkenntnissen im Produktionsbereich der Fabrik ausgebrochen. Gegen 21.30 sind mehr als 200 Feuerwehrleute aus dem gesamten Landkreis im Einsatz.

Der Brandort ist weiträumig abgesperrt. Ortskundige werden gebeten, den Brandort weiträumig zu umfahren.

Um 22 Uhr ist das Feuer noch nicht unter Kontrolle.

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Auch um 22.30 Uhr dauern die Löscharbeiten noch an. Immer wieder lodern Flammen auf. Bislang konnte die Feuerwehr ein Übergreifen des Feuers auf andere Gebäudeteile verhindern. Nach den Angaben von Mitarbeitern ist es wohl allen Anwesenden gelungen, das brennende Gebäude rechtzeitig zu verlassen. Aktuell sind zwei augenscheinlich nicht lebensgefährlich Verletzte bekannt. Rettungswagen transportierten die beiden ansprechbaren Männer im Alter von 31 und 35 Jahren wegen geäußerter Schmerzen und wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung zur Untersuchung ins Krankenhaus.

Gegen 23.30 Uhr dauern die Löscharbeiten der mittlerweile etwa 250 eingesetzten Feuerwehrleute an und gestalten sich wegen ausgelaufener, entzündlicher Betriebsstoffe nicht einfach. Laut Polizei besteht weiterhin die Gefahr durch die starke Rauchentwicklung. Mittlerweile hat sich eine dritte, ebenfalls eher leicht verletzte Person gemeldet, die im Krankenhaus untersucht wird.

Laut vorläufiger Abschlussmeldung der Polizei mit Stand um 00.30 Uhr hat das Großaufgebot der Feuerwehr das Feuer unter Kontrolle gebracht und konnte insbesondere eine Ausbreitung auf weitere Gebäudeteile verhindern. Die Feuerwehr konnte bei den durchgeführten Messungen keine Schadstoffe in der Luft feststellen, sodass jetzt keine Gefahr mehr durch die Rauchentwicklung besteht. Aufgrund des Brandgeruchs raten Polizei und Feuerwehr trotzdem dazu, Fenster weiterhin geschlossen zu halten. Bis jetzt wurde nichts über weitere Verletzte bekannt, sodass Polizei und Feuerwehr von drei eher leicht Verletzten durch das Geschehen ausgeht. Die drei Männer im Alter von 29, 31 und 35 Jahren befinden sich zu Untersuchungen im Krankenhaus. Die Brandursachenermittler der Kripo Marburg werden die Untersuchungen zur Ermittlung der nicht feststehenden Brandursache und dem vor dem Feuer gehörten lauten Knall aufnehmen. Derzeit kann das teils eingestürzte Gebäude jedoch nicht gefahrlos betreten werden. Aussagen zur Schadenshöhe sind noch nicht möglich. Die Polizei konnte die Rundfunkwarnmeldung mit der Warnung vor dem Rauch und der Bitte um weiträumiges Umfahren des Brandortes um 00.35 Uhr zurücknehmen.Eine weitere Berichterstattung erfolgt laut Angaben der Polizei nach den ersten Untersuchungen der Brandursachenermittler frühestens im Laufe des Tages.

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