Corona-Ausbruch

Hochbetagte Frau stirbt nach Corona-Infektion

Im evangelischen Altenhilfezentrum Haus Elisabeth in Kirchhain gibt es mittlerweile 23 infizierte Bewohner.

Im evangelischen Altenhilfezentrum Haus Elisabeth in Kirchhain gibt es mittlerweile 23 infizierte Bewohner.

Kirchhain. Schlechte Nachrichten aus dem Evangelischen Altenzentrum „Haus Elisabeth“ in Kirchhain: Dort gibt es den ersten gr0ßen Corona-Ausbruch seit Beginn der Pandemie im Landkreis. Eine hochbetagte Bewohnerin des Altenzentrums ist zwischenzeitlich verstorben. Ihr Corona-Test ist positiv ausgefallen. „Ob es einen direkten Zusammenhang zwischen der Infektion und ihrem Tod gibt, können wir nicht sagen“, erklärte Christel Herz, die Leiterin der Einrichtung, gestern gegenüber der OP. In der Kreisstatistik wird die Frau als nunmehr sechster Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 geführt.

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Stand gestern Nachmittag sind die Corona-Tests bei 23 Bewohnern positiv ausgefallen, außerdem sind zehn Mitarbeiter mittlerweile positiv getestet. Alle betroffenen Bewohner leben in einem geschlossenen Wohnbereich; der zweite Wohnbereich der Einrichtung ist bisher nicht betroffen. Letzteres ist für Christel Herz und die Mitarbeiter eine positive Nachricht in der jetzigen Situation, weil so das Infektionsgeschehen auf einen Teil der Einrichtung isoliert werden kann. Allerdings ist das auch eine Herausforderung für die Mitarbeiter, die nicht zwischen den Wohnbereichen hin- und herwechseln dürfen, auch wenn sie mit der entsprechenden Schutzausrüstung ausgestattet sind.

Die breite Masse der positiv getesteten Bewohner und Mitarbeiter im Altenzentrum weist laut Christel Herz keine oder nur leichte Symptome einer Erkrankung auf. Mit einer Ausnahme: Ein Bewohner sei mit coronabedingten Beschwerden in ein Krankenhaus verlegt worden. „Wenn ein Bewohner ernster erkrankt, werden wir ihn in Absprache mit seinem Arzt immer verlegen, weil wir auf eine intensive Behandlung hier vor Ort nicht eingerichtet sind“, erklärt Herz.

Der Kreis als Gesundheitsbehörde hatte alle Bewohner und Mitarbeiter am vergangenen Dienstag testen lassen. „Wir können das Geschehen im Haus Elisabeth erst bewerten, wenn alle Testergebnisse vorliegen“, erklärte Kreissprecher Stephan Schienbein hierzu auf Nachfrage der OP am gestrigen Nachmittag.

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Seit dem ersten Corona-Fall halten sich die Bewohner auf den Zimmern auf, sämtliches Gemeinschaftsleben ist eingestellt. „Die Situation bei uns ist sehr angespannt, aber noch können wir sie beherrschen“, betont Christel Herz. In Absprache mit dem Gesundheitsamt sind Besuche seit dem Wochenende nur in Ausnahmefällen und mit Genehmigung der Leitung möglich. Natürlich machten sich alle Sorgen, aber alle Mitarbeiter seien motiviert. „Auch wenn sie jeden Abend wissen und spüren, was sie gerade leisten müssen“, räumt die Leiterin des Altenzentrums ein.

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