Bürgermeister-Wahl

Kaum Zweifel: Windrad kommt auf „Koppe“

Bürgermeister-Aspirant Gregor Hofmeyer hat kaum Zweifel daran, dass sich auf dem Höhenzug „Koppe“ in Zukunft ein Windrad dreht.

Bürgermeister-Aspirant Gregor Hofmeyer hat kaum Zweifel daran, dass sich auf dem Höhenzug „Koppe“ in Zukunft ein Windrad dreht.

Gladenbach. Die OP präsentiert den vier Kandidaten zur Bürgermeister-Wahl jeweils eine Ansicht, zu der die Anwärter ihre Gedanken äußern. Der Kandidat der Grünen Gregor Hofmeyer äußert sich zu den Windparkplänen auf der „Koppe“.

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Wir befinden uns auf der Schneebergstraße in Gladenbach-Erdhausen, Richtung Lohra-Rodenhausen. Auf dem Foto sind rechts die „Koppe“, links die östlichen Ausläufer des „Dreisberg“ zu sehen. Wer das Geschehen in Gladenbach in der vergangenen Wochen verfolgt hat weiß, dieser hügelige Teil des südlichen Hinterlandes ist nicht nur ein abwechslungsreiches Wandergebiet.

Der Höhenzug liegt im Windvorranggebiet 3132, von dem sich ein kleines Stück auf Gladenbacher Gebiet, eben der „Koppe“, befindet.

Wenn Sie dieses Foto in zwei Jahren mit gleichem Bildausschnitt aufnehmen, werden Sie höchstwahrscheinlich über dem Ortsschild eine Windenergieanlage sehen, deren Rotoren sich im Wind gemächlich drehen. Die zwei weiteren Windräder, die im ersten Bauabschnitt des Windparks Lohra entstehen sollen, werden Sie auf dem neuen Foto nicht sehen (weil weiter rechts).

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Es ist müßig, die Windkraft gerade jetzt im Bürgermeister-Wahlkampf zur Stimmungsmache für oder gegen die Kandidaten zu benutzen. Denn der künftige Bürgermeister, ob neu oder alt, hat praktisch keine Handhabe, um etwas an der Sachlage zu verändern, selbst wenn er wollte. Die Stadtverordnetenversammlung hat sich schon vor Jahren mehrheitlich dafür ausgesprochen, städtische Flächen für die Windkraft zur Verfügung zu stellen.

Gleiches Gremium hat dem Magistrat die Genehmigung erteilt, Verhandlungen mit solchen Firmen zu führen. Jetzt ist es soweit: Zwei Nutzungsverträge über die städtischen Flächen auf der „Koppe“ liegen vor. Das Stadtparlament soll voraussichtlich am 5. November entscheiden, welches Unternehmen den Zuschlag erhält: Entweder Axma/Enercon oder die Bürgerwind Lohra (Stand 12. Oktober). Ausgang: offen. Ich persönlich favorisiere Letzteres.

Ich habe kaum Zweifel, dass der Windpark kommt. Was darüber hinaus möglich ist, liegt noch in unserer Hand: Zum Beispiel der schrittweise Umbau des Waldes hin zu mehr Klimaresistenz. Oder der Ausbau eines sanften Tourismus. Das geht auf der „Koppe“ und auch anderswo in Gladenbach.

Von unseren Redakteuren

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