Wanderweg gesperrt

Gefahrenquellen: Eibenhardtpfad wird gesperrt

Der Eibenhardtpfad rund um Reddehausen muss zur Sicherheit vorerst gesperrt werden.

Der Eibenhardtpfad rund um Reddehausen muss zur Sicherheit vorerst gesperrt werden.

Cölbe. Der Eibenhardtpfad rund um Reddehausen ist ein beliebter Wanderweg, nun gibt es jedoch ein doppeltes Problem mit der Sicherheit: Wie die Gemeinde Cölbe mitteilt, muss der Weg ab sofort gesperrt werden, nachdem festgestellt wurde, dass dort die potenzielle Gefahr von Blindgängern höher sein könnte, als bisher angenommen. Grund für die Annahme sind neuere Luftbilder, über die der Kampfmittelräumdienst abschätzt, wie es mit möglichen Überresten von Bombenabwürfen aus dem Zweiten Weltkrieg in dem Gebiet aussieht.

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Sturzgefährdete Bäume können nicht gefällt werden

Die Auswertung der Bilder und Karten habe ergeben, dass einige Bereiche im Gebiet des „Eubenhardt“ Häufungen von sehr vielen Einschlägen von Geschossen (Granaten und eventuell Bomben) aufweisen, die bisher nicht zu erkennen waren. „Dies birgt die Gefahr von bisher unentdeckten Blindgängern“, teilt Bürgermeister Dr. Jens Ried mit.

Das hat nun Auswirkungen auf die Forstwirtschaft: Aus Sicherheitsgründen darf Hessen Forst den Bereich nicht mehr mit schwerem Gerät befahren und kann daher auch keine bruchgefährdeten Äste und sturzgefährdete oder abgestorbene Bäume entfernen, wodurch zusätzliche Gefahren entstehen können. Alle beteiligten Behörden und Stellen seien übereingekommen, den Eibenhardtpfad bis auf Weiteres zu sperren. Der Kampfmittelräumdienst ist eingeschaltet und wird das gesamte Gebiet nach und nach untersuchen. Wie lange dies dauert, sei derzeit nicht klar, Ried geht von einigen Monaten aus.

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An allen Zugängen werden nun zeitnah entsprechende Schilder von Hessen Forst aufgestellt. „Wir bitten alle, den gesamten Bereich nicht zu betreten“, betont der Bürgermeister. In der Zeit des Zweiten Weltkrieges befanden sich auf und im Umfeld des „Eubenhardt“ militärische Stellungen der Wehrmacht, wie Flugabwehrstellungen, die ebenso Ziele alliierter Angriffe gewesen sind wie die Bahnhöfe von Marburg, Cölbe und Sarnau. Bei solchen Angriffen gingen immer wieder Bomben und Granaten abseits der eigentlichen Ziele nieder.

Von unseren Redakteuren

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