Umwelt-Straftat

Brücker Wald: Öl im Wasserschutzgebiet

Themenfoto: Gefahrenstoffeinsatz. Foto: Tobias Hirsch

Themenfoto: Gefahrenstoffeinsatz.

Amöneburg. Die Täter suchten sich einen der äußersten Zipfel des Amöneburger Stadtgebiets für ihre Umwelt-Straftat aus. Das betroffene Stück des Brücker Waldes grenzt unmittelbar an Niederklein. Jetzt ermittelt die Polizei wegen einer Bodenverunreinigung in einem Graben und einem Waldweg nahe eines Parkplatzes. Die Tat ereignete sich in der Zeit von vergangenem Donnerstag, 14. Mai, auf Freitag, 15. Mai.

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Gegen 10.30 Uhr am vergangenen Freitag hätten Mitarbeiter des Amöneburger Bauhofes die großen Verunreinigungen entdeckt, berichtet Amöneburgs Bürgermeister Michael Plettenberg gegenüber der OP. Die Unbekannten schütteten das Heizöl oder den Diesel in einen Graben und entlang des Waldweges. Wie viele Liter des Stoffes dabei genau auf diese strafbare Art „entsorgt“ wurden, muss nun noch ermittelt werden. Auch die Frage, um welchen Stoff es sich dabei genau gehandelt hat, wird noch gutachterlich geklärt.

„Es hat sehr nach Öl gerochen“, sagt Plettenberg, der unter anderem mit Amöneburgs Stadtbrandinspektor Stefan Krähling vor Ort war. Die Wasserbehörde des Landkreises und die Feuerwehr waren im Einsatz. Das betroffene Gelände liegt in der Wasserschutzzone 3a, was der Tat natürlich noch mehr Gewicht gibt. Es folgte ein mehrstündiger Arbeitseinsatz.

Hilfe bekam die Stadt Amöneburg dabei aus der Nachbarstadt Stadtallendorf. Die dortige Feuerwehr verfügt über ein Wechsellader-Fahrzeug, das eine Mulde aufnehmen kann. Der Stadtallendorfer Bauhof stellte außerdem einen Baggerführer bereit. Für diese unkomplizierte Hilfe sei er sehr dankbar, betont Plettenberg.

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Plettenberg hofft jetzt in mehrfacher Hinsicht auf Zeugen. Zum einen, um den oder die Täter strafrechtlich zur Verantwortung ziehen zu können. Zum anderen aber auch, weil die Stadt Amöneburg als Eigentümer der betroffenen Flächen ansonsten für die Aushubarbeiten und vor allem für die fachgerechte Entsorgung zahlen müsste. Wie hoch die Entsorgungskosten ausfallen werden und wie hoch der Gesamtschaden am Ende sein wird, ist noch unklar. Das hängt auch von den weiteren Bodenuntersuchungen ab.

von Michael Rinde

Hinweise an die Polizeistation in Stadtallendorf, unter der Telefonnummer 06428/93050.

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