Polizei

Unbekannter sabotiert Radrennen

Solche Reißzwecken lagen auf der Rennstrecke.

Solche Reißzwecken lagen auf der Rennstrecke.

Amöneburg. Das Bergzeitfahren „King of Mountain“ am zurückliegenden Wochenende war die erste Veranstaltung, die anlässlich des Jubiläums „1300 Jahre Amöneburg“ tatsächlich auch mit Zuschauern stattfinden konnte. Ausgerechnet bei diesem eigentlich fröhlichen Ereignis gab es einen hinterhältigen Akt der Sabotage: Wie die Polizei am Freitagnachmittag mitteilte, waren auf der Rennstrecke komplett schwarz eingefärbte Reißzwecken ausgelegt worden – zumindest auf dem Teil der Strecke, die von der Kolpingstraße über die Karlstraße bis zur Bonifatiusstraße führte. „Durch die komplette, nachträglich herbeigeführte schwarze Einfärbung waren die Reißzwecken auf dem Asphalt schon durch Fußgänger so gut wie nicht erkennbar“, teilt Polizeisprecher Martin Ahlich mit und betont: „Während der Fahrt dürften sie für die Radler gänzlich unsichtbar gewesen sein.“

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Gleich mehrere Teilnehmer waren betroffen – unter anderem auch die spätere Siegerin, die auf den letzten Metern im vorderen und hinteren Reifen einen erheblichen Druckverlust spürte, berichtet Organisator Ralf Jennemann. „Wir sind die Strecke dann nochmal abgegangen, haben aber nichts gefunden.“ Stürze und Verletzte habe es keine gegeben, erklärt Ahlich. Und Proteste gegen das Rennen im Vorfeld auch nicht, sagt Jennemann auf OP-Anfrage. Am Tag des Rennens habe sich ein Anwohner über die Sperrungen beklagt – was aber nicht heißen solle, dass er diesen in Verdacht habe: „Vielleicht müssen wir beim nächsten Mal die Bürger noch besser informieren.“ Und wer etwas gegen solche Veranstaltungen habe, der möge doch lieber das Gespräch suchen, als auf so eine linke Art Radfahrer zu gefährden.

Der Veranstalter hat Anzeige erstattet und die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. „Schade. Das war so ein schöner Rahmen, so eine schöne Veranstaltung“, schwärmt Jennemann und freut sich, dass fast 1 000 Menschen sich gut unterhalten fühlten und er nur gutes Feedback erhalten habe. „Ich kann so etwas nicht nachvollziehen“, ärgert er sich und hofft, dass trotz des faden Beigeschmacks der „King of Mountain“ allen gut in Erinnerung bleibe. Entmutigen lasse er sich aber nicht und werde voraussichtlich in zwei Jahren die zweite Auflage des Bergzeitrennens ausrichten.

Die Polizei hofft nun auf die Hilfe der Zuschauer und fragt: Wem ist etwas Verdächtiges aufgefallen? Wer hat das Verbreiten der Reißzwecken gesehen? Wem ist ein besonders auffälliges Verhalten einer Person vor oder während oder auch nach der Veranstaltung in Erinnerung?

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Hinweise nimmt die Polizei Stadtallendorf entgegen unter Telefon 0 64 28 / 9 30 50.

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