Prozesse

Zimmergenossen erschlagen: Neun Jahre Haft

Eine Figur der blinden Justitia.

Eine Figur der blinden Justitia.

Frankfurt/Main. Zusätzlich ordnete die Schwurgerichtskammer die Unterbringung des Mannes in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Die Richter gingen von vollendetem Totschlag sowie gefährlicher Körperverletzung aus (Az.: 3490 Js 205994/17).

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Die Tat in dem Wohnheim im Frankfurter Bahnhofsviertel hatte sich im Februar 2017 ereignet. Zwischen den beiden Zimmerbewohnern kam es offenbar zu einem Streit, in dessen Verlauf der angeklagte Äthiopier sieben Mal mit der schweren Eisenstange zuschlug. Anschließend flüchtete er, konnte jedoch kurz darauf in der Nähe festgenommen werden.

Bereits Anfang 2018 war er wegen Totschlags zu neun Jahren Haft und der Unterbringung verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof gab jedoch dem Gericht in der Revision auf, die Frage der Unterbringung noch einmal gründlich zu prüfen. Der Angeklagte, der bereits knapp die Hälfte der Strafe in Untersuchungshaft verbüßt hat, wandte sich vor Gericht lediglich gegen den bevorstehenden Klinikaufenthalt. Er will das Urteil deshalb erneut anfechten und strebt eine Abschiebung in seine Heimat an.

© dpa-infocom, dpa:210701-99-224096/3

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dpa

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