Extremismus

Zeuge berichtet in Lübcke-U-Ausschuss über Reisen mit Täter

Wiesbaden. Er sei seit dem Jahr 2000 regelmäßig mit Ernst unterwegs gewesen, sagte der Zeuge in dem öffentlichen Teil der Ausschusssitzung am Mittwoch in Wiesbaden. Er habe Ernst als "großen Bruder" gesehen.

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Der Zeuge sprach von einem Dreierduo mit Ernst, ihm und Markus H.. H. wurde wegen Beihilfe im Fall Lübcke angeklagt, letztlich aber wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Der Untersuchungsausschuss soll die Rolle der hessischen Sicherheitsbehörden im Mordfall Lübcke aufarbeiten.

Der Kasseler Regierungspräsident war 2019 getötet worden. Das Oberlandesgericht Frankfurt verurteilte Ernst Ende Januar 2021 wegen Mordes zu lebenslanger Haft. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Deutsche den CDU-Politiker aus rechtsextremen Motiven erschossen hatte.

Es hätte Auseinandersetzungen zwischen ihm und Markus H. gegeben, weshalb er sich von Ernst und H. trennte, sagte der Zeuge. H. sei ein Redner gewesen, "der immer antreiben wollte, aber nie etwas gemacht hat". Man könne Ernst als Macher und H. als Denker bezeichnen. Am Donnerstag sollen im Untersuchungsausschuss weitere Zeugen öffentlich befragt werden.

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© dpa-infocom, dpa:211215-99-396343/2

dpa

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