Umwelt

Zehntausende beim Müllsammeln an Flussufern erwartet

Helfer sammeln im Rahmen des Projekts «Rhine Clean Up» am Rheinufer Müll auf.

Helfer sammeln im Rahmen des Projekts «Rhine Clean Up» am Rheinufer Müll auf.

Mainz/Düsseldorf. Zehntausende freiwillige Müllsammler erwarten die Initiatoren der Aktion "Rhine Clean Up" wieder an diesem Samstag (11.9.) an Flussufern in Deutschland und mehreren Nachbarstaaten. "Wir gehen davon aus, dass wir die 40.000 diesmal auf jeden Fall knacken werden", sagte einer der Initiatoren, Joachim Umbach, der Deutschen Presse-Agentur. Vor einem Jahr hatten an einem Aktionstag rund 35.000 Freiwillige die Ufer der Flüsse Rhein, Mosel und Ruhr von insgesamt 320 Tonnen Abfällen befreit. Diesmal, im vierten Jahr von "Rhine Clean Up" (Rheinsäuberung), kommen laut Umbach erstmals auch die Flussufer von Main, Lahn, Nahe, Kinzig und Selz dazu.

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Der Rhein soll wieder von der Quelle in der Schweiz bis zur Mündung bei Rotterdam gesäubert werden. Rund 300 Gruppen haben bei der Aktion 2020 mitgemacht. Diesmal sind nach Umbachs Worten auch Teilnehmer in Österreich, Liechtenstein, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden und in der Schweiz dabei. In Düsseldorf und Köln hatten laut den Initiatoren am 12. September 2020 jeweils mehr als 2000 und in Duisburg, Mainz und Mannheim mehr als 1000 Helfer Unrat beseitigt.

Längst gab es Umbach zufolge auch seltene Funde. Beispielsweise 2019 in Düsseldorf eine goldene Uhr eines älteren Mannes, die er zurückbekommen habe, 2020 am baden-württembergischen Rhein-Nebenfluss Wiese ein kleiner lebender Hund in einer Tasche und 2019 in Mainz eine Handgranate aus dem Zweiten Weltkrieg. Im Rhein bei Köln seien im vergangenen Jahr von Brücken geworfene E-Scooter entdeckt worden.

Die Initiatoren erklärten: "Jährlich landen Unmengen von Müll in den Weltmeeren. Millionen von Tonnen Plastik belasten die Natur. Ein Großteil des Mülls gelangt über die Flüsse in die Meere." Ziel der Säuberungen an Flussufern sei es, "ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Müll nicht achtlos weggeworfen oder besser noch von vornherein vermieden wird".

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Umbach, einst Chefredakteur der "Schwäbischen Zeitung", sagte in Düsseldorf, sein Eindruck sei, dass mit dem Boom des Online-Handels in Corona-Zeiten der Verpackungsmüll zugenommen habe. Party-Abfälle auf Rhein-Wiesen seien dagegen wohl etwas weniger geworden.

© dpa-infocom, dpa:210908-99-133401/2

dpa

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