Gesundheit

Hessen erwartet für Freitag weiteren Corona-Impfstoff

Eine Flüssigkeit tropft aus der Kanüle einer Spritze.

Eine Flüssigkeit tropft aus der Kanüle einer Spritze.

Wiesbaden/Berlin. In Hessen soll am kommenden Freitag (8. Januar) eine nächste Lieferung von Corona-Impfstoff ankommen. Das sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Wiesbaden am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Der Bund habe rund 49 000 Dosen für Hessen in Aussicht gestellt. Die Lieferung war zunächst für Montag (4. Januar) erwartet worden. Das Land habe bislang 100 000 Dosen erhalten, von denen die Hälfte für die wichtige zweite Impfung zurückgehalten wird.

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In Hessen hat sich die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen am Montag gegenüber dem Vortag um 407 erhöht. Damit liegt die Summe der seit Beginn der Pandemie erfassten Fälle nun bei 140 371, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht (Stand 00.00 Uhr). Bislang wurden in Hessen 2991 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus gezählt. Das sind 29 mehr als am Vortag. Die Zahl der Neuerkrankungen in den vergangenen 7 Tagen pro 100 000 Einwohner lag bei 133,5.

Das RKI gab für die Tage rund um den Jahreswechsel zu Bedenken, dass meist weniger Menschen einen Arzt aufsuchten. Dadurch würden weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt. "Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden", erklärten die Experten. "Zum anderen kann es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen an das RKI übermitteln."

Nach Angaben des hessischen Innenministeriums wurden im Land bislang etwas mehr als 33 000 Impfdosen verabreicht. "Impfen geht weiter", sagte ein Sprecher. Aktuell konzentrierten sich die Schutzimpfungen nach wie vor auf die Bewohner und Mitarbeiter in Alten- und Pflegeheimen sowie das Personal in Corona-Intensivstationen.

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Die meisten Impfungen pro 1000 Einwohner wurden vom RKI bisher für Mecklenburg-Vorpommern (7,1) erfasst, gefolgt von Sachsen-Anhalt (6,1) und Hessen (5,3). Die wenigsten Impfungen im Verhältnis zur Einwohnerzahl wurden bisher aus Thüringen (0,4), Niedersachsen (0,7) und Sachsen (1,2) gemeldet. Der Bundesschnitt liegt bei 3,2 Impfungen pro 1000 Einwohner.

Die ersten Impfzentren in Hessen sollen am 19. Januar öffnen, Anmeldungen für die Corona-Impfung sind ab dem 12. Januar möglich. Als erstes starten die regionalen Impfzentren in Kassel, Gießen, Fulda, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt - 6 von insgesamt 28.

Wer der höchsten Priorisierungsgruppe angehört, kann sich ab Mitte Januar telefonisch anmelden. Das geht entweder über die Hotline 116 117 oder online unter www.impfterminservice.de. Zur ersten Gruppe gehören vor allem Menschen über 80 Jahre.

Weitere Zentren könnten erst öffnen, "wenn eine erhöhte Impfstoffproduktion und weitere Zulassungen für wirksame Impfstoffe in Europa erfolgen", hatte das Innenministerium mitgeteilt.

Nach Angaben des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) wurden in Hessen zuletzt 517 Corona-Patienten auf Intensivstationen behandelt (Stand: Montag, 12.15 Uhr). Das entsprach 29 Prozent der belegten Betten. 276 der Patienten wurden beatmet.

dpa

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