Tiere

Urteil: Lahmendes und nicht schlachtbares Pferd ist wertlos

Der Eingangsbereich des Land- und Amtsgerichtes.

Der Eingangsbereich des Land- und Amtsgerichtes.

Frankfurt/Main. Das entschied das Amtsgericht Frankfurt am Main, wie aus einer Mitteilung am Mittwoch hervorgeht. Die Versicherungssumme sei an den Wert eines Pferdes gekoppelt. (32 C 1479/18 (18). Die Entscheidung aus dem März ist rechtskräftig.

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Der Kläger hatte demnach 2003 ein Pferd für 7500 Euro gekauft und es unter anderem gegen das Risiko einer Nottötung versichert. Eine Vertragsbedingung sei dabei gewesen: "Die Versicherungssumme soll dem Wert des Tieres entsprechen." Jahre später erkrankte das Pferd laut Gericht an Arthrose, lahmte und schluckte im April 2017 deshalb Medikamente. Im Monat darauf sei es auf der Koppel zusammengebrochen. Es musste eingeschläfert werden. Der Kläger habe daraufhin eine Versicherungsleistung von über 2500 Euro eingefordert und behauptet, diese Summe entspreche dem Wert des Pferdes vor seinem Tod.

Das Amtsgericht Frankfurt sah das anders: Das Pferd habe schon vor dem Zusammenbruch keinen Versicherungswert mehr gehabt. Wegen der Arthrose war das Tier dem Gericht zufolge nicht mehr reitbar und weil es ein bestimmtes Medikament intus hatte, war es auch nicht mehr schlachtbar. Der Versicherungsvertrag benachteilige den Kläger indes nicht. Schließlich nehme nicht jedes Pferd vor einer Nottötung das gleiche Medikament und das Tier könne ja gesund und reittüchtig sein, bevor es eingeschläfert wird.

dpa

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