Verkehr

Untersuchungsbericht: Schrankenwärterin verursachte Unfall

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens.

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens.

Frankfurt/Main. "Primär ereignisursächlich" sei ein Fehler der Wärterin gewesen, die unmittelbar vor einem herannahenden Zug die Schranken geöffnet habe, heißt es darin. Möglicherweise habe sie irrtümlich angenommen, der Zug sei bereits vorbeigefahren. Zuvor hatte die "Frankfurter Neue Presse" (Freitag) darüber berichtet.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Im 2020 war eine 16 Jahre alte Fußgängerin bei offener Schranke von einem Zug erfasst und getötet worden, zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt. Gegen die Schrankenwärterin ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung und Gefährdung des Bahnbetriebs.

Dem Bericht zufolge hätte die Frau nicht an der Schranke eingesetzt werden dürfen. Sie habe die nötigen Prüfungen zwar bestanden und sei vor Ort eingewiesen worden. Doch eine Bescheinigung über die erfolgte Ausbildung am Arbeitsplatz habe nicht vorgelegen, weshalb "zumindest formal" die Voraussetzungen zum Einsatz der Wärterin gefehlt hätten.

Kurz vor dem Unglück gab es zudem technische Probleme: Die Schranken ließen sich für etwa 30 Minuten nicht öffnen. Dies habe "zusätzlich stressverstärkend und ablenkend" auf die Wärterin gewirkt, heißt es in dem Bericht, der auch einen fehlenden Sicherheitscheck an der Anlage bemängelt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

© dpa-infocom, dpa:210702-99-231324/2

dpa

Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken