Prozesse

Über fünf Jahre Haft für brutale Misshandlung der Ehefrau

Vor einem Gerichtsgebäude steht u.a. eine Statue der Justitia.

Vor einem Gerichtsgebäude steht u.a. eine Statue der Justitia.

Frankfurt/Weilrod. Die Schwurgerichtskammer ging von gefährlicher und einfacher Körperverletzung aus. Ein Tötungsvorsatz, von dem noch die Anklageschrift ausgegangen war, konnte nicht nachgewiesen werden. Hätte der Deutsche die Frau töten wollen, hätten ihm in dem Haus andere Tatwerkzeuge zur Verfügung gestanden, hieß es in dem Urteil. (Az.: 3590 Js 201026/20)

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Bereits vor der Tat war es häufiger zu Gewalt gegen die 30 Jahre alte vierfache Mutter gekommen. Anfang Januar dieses Jahres wurde der Mann erneut gewalttätig. Ursache war offenbar ein neuer Bekannter, der der Frau intime Fotos geschickt hatte - der eifersüchtige Ehemann hatte sie auf ihrem Mobiltelefon entdeckt. Er trat das Terrassenfenster in dem Einfamilienhaus in Weilrod (Hochtaunuskreis) ein und stürzte sich auf die Frau, die er mit Schlägen und Tritten schwer verletzte.

Die elfjährige Tochter, die genau wie zwei ihrer Geschwister bei dem Gewaltexzess zuschauen musste, setzte schließlich einen Notruf bei der Polizei ab. Bei der Tat war der Mann erheblich alkoholisiert und stand unter Drogeneinfluss. Vor Gericht gab er an, sich an nichts erinnern zu können. Die Aussage der Frau wurde von den Richtern jedoch als glaubwürdig eingeordnet.

Die Staatsanwaltschaft hatte acht Jahre Haft wegen gefährlicher Körperverletzung beantragt. Für den bislang noch nicht vorbestraften Mann wäre eine solche Strafe zu hoch gewesen, hieß es im Urteil. Es ist noch nicht rechtskräftig.

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dpa

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