Theater

Theater und Opernhäuser starten ausgedünnt in die Saison

Ein großer Leuchtpilz steht vor dem Haupteingang des Darmstädter Staatstheaters.

Ein großer Leuchtpilz steht vor dem Haupteingang des Darmstädter Staatstheaters.

Frankfurt/Main. Nachdem wegen der Corona-Pandemie monatelang fast keine Vorstellungen möglich waren, starten die hessischen Theater und Opernhäuser in die neue Spielzeit - unter denkbar schwierigen Bedingungen. Wie eine Stichprobe der Deutschen Presse-Agentur ergab, können wegen der behördlichen Verfügungen viele Häuser nur rund ein Viertel der sonstigen Sitzplätze anbieten. Zudem müssen sie sich an strenge Hygieneregeln halten. Kartenverkäufe, Pausen-Gastronomie und selbst die vorgeschriebenen Wege innerhalb der Foyers müssen umorganisiert werden.

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Das Hessische Staatstheater Wiesbaden beklagt öffentlich auf seiner Internet-Seite, dass "ein regulär geplanter Spielbetrieb nicht möglich" sei. Alle Vorstellungen bis einschließlich 4. September wurden abgesagt, bis zum 20. September gibt es ein Ersatzprogramm. Ins Große Haus dürfen dabei gerade einmal 200 Zuschauer, ins Kleine 60. Zum Vergleich: Der Zuschauerraum im Großen Haus hat 1041 Sitzplätze, im Kleinen Haus kommen normalerweise 272 Zuschauer unter.

"Um die Abstandsregelungen einzuhalten, wurden die Saalpläne in Opernhaus und Schauspielhaus den Sicherheitsvorgaben angepasst", heißt es auch aus dem Staatstheater Kassel. Das bedeutet: Im Schauspielhaus dürfen höchstens 141 der 517 Plätze besetzt werden, ins Opernhaus dürfen statt 947 nur 268 Menschen. Damit die inzwischen üblichen Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden können, müssen zudem "die Karten vorerst noch von unserem Kassenpersonal persönlich vergeben werden".

Das Schauspiel Frankfurt hat laut seiner Sprecherin im Großen Saal 160 statt 700 Plätze zur Verfügung. In die Oper Frankfurt dürfen in den 1375 Plätze fassenden Zuschauerraum laut Intendant Bernd Loebe 390 Menschen. Das Große Haus im Staatstheater Darmstadt bietet maximal 205 der 956 Plätze an. Im Kleinen Haus ist die Quote ähnlich: Dort dürfen 102 statt der sonst üblichen 482 Zuschauer die Vorstellungen besuchen. Zudem seien "die aktuellen Produktionen mehrheitlich ohne Pausen konzipiert", heißt es in einer Mitteilung.

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Das mit Abstand größte Platzangebot hat die Alte Oper Frankfurt, die nach Angaben ihres neuen Intendanten Markus Fein im Großen Saal rund 600 der sonst knapp 2400 Plätze zur Verfügung stellt. Doch das hat einen einfachen Grund: Als eines der größten Konzerthäuser Deutschlands verfügt sie über eine flexible Bestuhlung. Damit können die einzelnen Sitzplätze mit relativ geringem Aufwand exakt auf den vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,5 Metern ausgerichtet werden. In den meisten anderen Opernhäusern sind die Stuhlreihen fest installiert - und müssen einfach frei bleiben.

dpa

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