Gesundheit

Schulschließungen sind Doppelbelastung für die Eltern

Wiesbaden. Die Eltern verstünden die Notwendigkeit, die Sozialkontakte der Kinder zu minimieren: "Das Verständnis ist da. Es fehlt aber an Lösungen im Einzelfall."

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Keiner erwarte, dass die Kinder in den Schulen beaufsichtigt würden, sagte der Vater zweier Grundschulkinder aus Taunusstein. Es gebe aber eine große Gruppe von Eltern, die sich nicht zu helfen wüssten - weil sie weder Berufe hätten, mit denen sie die Notbetreuung in Anspruch nehmen könnten, noch Homeoffice machen könnten. Die hätten sich zum Teil "bitterlich beschwert". Ein Patentrezept hat Ekinci auch nicht: Keine Lösung sei, Kinder in Gruppen zu betreuen oder zu den Großeltern zu bringen, das würde den Sinn der Schulschließungen konterkarieren. Die Politik müsse aber darüber nachdenken, wie man den Eltern helfen könne.

Zu der Schwierigkeit, die Kinder zu betreuen, komme noch die Aufgabe, sich um die Lernaufträge der Kinder zu kümmern: "Das macht den Eltern zusätzlichen Stress." Die Schulen hätten sehr unterschiedliche Modelle gefahren: Einige hätten die Eltern in Schichten in die Schule gerufen, andere Aufgaben per Mail verschickt, manche nutzten Online-Tools, manche Lehrer hätten die Aufgaben nach Hause gebracht.

Insgesamt hätten die Positiv-Beispiele überwogen, sagte Erkinci. Ein Problem sieht er bei Eltern, die nicht gut Deutsch könnten oder technisch nicht ausreichend ausgestattet seien. "Die müssen wir mehr an die Hand nehmen." Es gehe hier vor allem um Gesundheit, das sei das Wichtigste. "Da fände ich es auch absolut in Ordnung, wenn die Kinder jetzt mal drei Wochen keine Schule hätten."

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dpa

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