Prozesse

Schüsse auf Ex-Freundin: Elf Jahre Haft gefordert

Eine goldfarbene Justitia-Figur steht vor Aktenbergen, die sich auf einem Tisch stapeln.

Eine goldfarbene Justitia-Figur steht vor Aktenbergen, die sich auf einem Tisch stapeln.

Bad Homburg. Wegen Schüssen auf eine Frau in einem Bad Homburger Parkhaus hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag für den Angeklagten eine Verurteilung wegen versuchten Mordes gefordert. Der ehemalige Freund der Frau solle elf Jahre Haft bekommen, forderte die Vertreterin der Anklage im Frankfurter Landgericht. Als Mordmerkmale würden Heimtücke und niedrige Beweggründe vorliegen.

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Die Rechtsanwälte des 61-jährigen Angeklagten sahen dagegen nur eine Körperverletzung im Zustand verminderter Schuldfähigkeit, eine Haftstrafe "um die fünf Jahre" sei ausreichend. Das Urteil der Schwurgerichtskammer soll am kommenden Montag verkündet werden.

Der Mann soll im November 2019 im Parkhaus des Seedammbads auf seine Ex-Freundin geschossen haben. Drei Schüsse trafen, die Frau überlebte schwer verletzt. Ihr neuer Freund hatte den Angeklagten niedergerungen und war dabei leicht verletzt worden. Beide treten in dem Prozess als Nebenkläger auf und forderten "mindestens 13 Jahre Haft".

Die Frau hatte sich bereits sechs Jahre vor der Tat endgültig von dem nun Angeklagten getrennt, er soll sie seitdem gestalkt haben. Dabei brachte der Deutsche an ihrem und dem Auto ihres neuen Freundes GPS-Sender an.

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Der nicht vorbestrafte 61-Jährige hatte in dem Prozess ausgesagt, unter schweren Depressionen sowie unter dem abweisenden Verhalten der Frau sehr gelitten zu haben. In der Tatnacht habe er sich in dem Parkhaus erschießen wollen, sie habe "als Strafe" dabei zusehen sollen. Durch das Eingreifen ihres neuen Freundes sei sein Plan misslungen, die Schüsse auf die Frau hätten sich in dem Gerangel gelöst.

In dem Prozess war auch ein Psychiater als Sachverständiger gehört worden, seiner Meinung nach ist der Königsteiner voll schuldfähig.

© dpa-infocom, dpa:210216-99-468537/3

dpa

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