Prozesse

Schläge mit Glasflasche vor Diskothek: Angeklagter schweigt

Eine Strafprozessordnung steht auf einem Tisch, während ein Richter den Raum betritt.

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Frankfurt/Main. Versuchter Totschlag mit einer abgebrochenen Glasflasche wird seit Donnerstag einem 32-Jährigen vor dem Landgericht Frankfurt zur Last gelegt. Der Anklage zufolge verletzte der Mann im Dezember 2016 sein Opfer vor einer Diskothek an Rücken und Hals erheblich. Zuvor hatte es vor dem Lokal einen Streit gegeben, nachdem das spätere Opfer nicht eingelassen worden war. Zum Prozessauftakt schwieg der Angeklagte vorerst zu dem Anklagevorwurf. Nach der Vernehmung mehrerer Tatzeugen aber wolle er möglicherweise aussagen, hieß es. (AZ 3590 JS 200403/17)

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Der heute 28 Jahre alte Verletzte war laut Gericht in der Nacht zu Heiligabend nicht nur durch den Schlag mit der Flasche verletzt worden. Ein weiterer Täter fügte ihm auch noch Schnittwunden an einem Arm und der Hand zu. Während dieser Mann bis heute unbekannt blieb, führten Ermittlungen im Freundeskreis des Opfers zwei Monate nach der Tat zur Identifizierung des Angeklagten. Der Verletzte sagte am Donnerstag im Zeugenstand, die Flasche sei von hinten auf ihn geschlagen worden, weshalb er den Täter nicht habe erkennen können.

Der Angeklagte gilt als gerichtsbekannt. Bereits im August dieses Jahres war er vom Landgericht Frankfurt wegen Vergewaltigung zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden, die in ein mögliches Urteil wegen des Tötungsdelikts einbezogen werden kann. Die Schwurgerichtskammer hat vorerst sechs Verhandlungstage bis Ende November terminiert. An dem Prozess nimmt auch der Verletzte als Nebenkläger teil.

dpa

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