Kriminalität

Prozess um getöteten Rentner: Opfer mit Pistole erschlagen

Kassel/Volkmarsen/Fulda. Nach dem Tod eines 79-Jährigen in Nordhessen hat am Montag der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder begonnen. Angeklagt ist ein 39-Jähriger aus Fulda. Er soll in das Haus des Rentners eingedrungen sein und unter anderem mit einer Schreckschusspistole auf sein Opfer eingeschlagen haben. Der Rentner sei durch innere Blutungen gestorben, sagte die Staatsanwältin vor dem Landgericht Kassel.

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Der Angeklagte selber schwieg. Laut seinem Anwalt wird er sich eventuell im Laufe des Verfahrens äußern. Zum Prozessauftakt hielt der 39-jährige Deutsche fast ununterbrochen die Hände vors Gesicht. Ihm gehe es nicht gut, so die Erklärung.

Laut Anklage war der Mann damals in Geldnot und hatte es auf den Besitz des 79-Jährigen abgesehen. Er soll im November 2018 an einem Feldweg in Volkmarsen-Lütersheim (Kreis Waldeck-Frankenberg) geparkt und das Wohnhaus beobachtet haben. Am Abend sei er dann eingedrungen - es kam zum Kampf. Dabei sei der Rentner zu Boden gegangen. Der Angeklagte habe ihn trotzdem gewürgt und danach mit der Waffe solange auf ihn eingeschlagen, bis er starb.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft tat er dies, um "eine andere Straftat zu verdecken oder zu ermöglichen" - ein Mordmerkmal. Danach soll der Fuldaer Kredit- und Geldkarten, Computer und andere Wertgegenstände des Opfers an sich genommen haben. Mit einem Kanister Benzin habe er dann an fünf Stellen Feuer in dem Holzhaus gelegt. Daher ist er auch wegen besonders schwerer Brandstiftung angeklagt.

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Mit den Geld- und Kreditkarten soll der Mann Geld abgehoben und in Tschechien für über 3000 Euro eingekauft haben. Die Polizei nahm den Verdächtigen im Dezember 2018 in Fulda fest. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind zehn weitere Verhandlungstermine bis Ende April angesetzt.

dpa

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