Prozesse

Nach Schüssen in Hinterhof: Sechs Jahre Haft und Therapie

Frankfurter Landgericht.

Frankfurter Landgericht.

Frankfurt/Main. Zusätzlich ordnete das Gericht die Unterbringung des 43-jährigen Türken in einer Therapieeinrichtung für Alkoholkranke an. Die Richter gingen trotz eines "Exekutionscharakters" lediglich von gefährlicher Körperverletzung aus. Zum Tatzeitpunkt im Februar 2016 war der Täter mit mehr als drei Promille erheblich alkoholisiert. (Az: 3690 Js 209409/16)

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Zwischen dem Angeklagten und dem damals 36 Jahre alten Opfer, ebenfalls ein türkischer Staatsbürger, war es nach einem durchzechten Abend in einem Café zu Meinungsverschiedenheiten über politische Fragen in der Türkei gekommen. Unter dem Vorwand, gemeinsam noch Zigaretten rauchen zu wollen, lockte der Täter sein Opfer in den Hinterhof in Frankfurt-Bockenheim, wo er kurze Zeit später das Feuer eröffnete. "Das Opfer ist lebenslang von der Tat gezeichnet", hieß es im Urteil. Zu Prozessbeginn hatte der Angeklagte dem Verletzten 10 000 Euro Schmerzensgeld zugesagt.

In einem ersten Prozess war der Angeklagte im März 2017 noch zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof hatte diese Entscheidung jedoch unter anderem deshalb kassiert, weil das Landgericht nicht ausreichend die psychischen Störungen des Angeklagten berücksichtigt habe. Ein neues Verfahren wurde deshalb angeordnet. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

dpa

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