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Prozess um Anlagebetrug endet ohne Verurteilung

Frankfurt/Main. Nachdem bereits im Juni das Verfahren gegen den ältesten der zwischen 51 und 70 Jahre alten Angeklagten wegen dessen Demenzerkrankung abgetrennt und eingestellt wurde, verfuhr die Wirtschaftsstrafkammer auch bei den drei übrigen Angeklagten auf diese Weise. Einer von ihnen soll 150 gemeinnützige Arbeitsstunden leisten, ein weiterer verzichtete als Auflage auf eine Entschädigung für 60 Tage in Untersuchungshaft. Der dritte Angeklagte habe keine Auflagen zu erfüllen, teilte das Gericht am Freitag mit.

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Ursprünglich war die Anklage in dem seit Ende April laufenden Prozess davon ausgegangen, dass die Angeklagten 31 Geldanleger über angeblich lukrative Goldminen in Südamerika getäuscht und deshalb um insgesamt rund 1,7 Millionen Euro geschädigt hätten. In der Vernehmung von 15 Anlegern, die allein 1,6 Millionen Euro einbüßten, habe sich jedoch herausgestellt, dass sie über die großen Risiken des Anlagegeschäfts und andere Modalitäten genau aufgeklärt worden seien. Deshalb habe keine Täuschung und damit auch kein Betrug vorgelegen, sagte der Vorsitzende Richter.

Auch die Staatsanwaltschaft stimmte der Verfahrenseinstellung "wegen geringer Schuld" zu.

dpa

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