Demonstrationen

A49-Ausbau: Proteste und Blockaden im Herrenwald

Einsatzkräfte der Polizei gehen zum Protestcamp im Herrenwald.

Einsatzkräfte der Polizei gehen zum Protestcamp im Herrenwald.

Stadtallendorf. Proteste und Blockaden haben am Freitag einmal mehr die Rodungsarbeiten für den umstrittenen Lückenschluss der Autobahn 49 im Herrenwald bei Stadtallendorf begleitet. Zwei Streifenwagen seien beschädigt worden, sagte ein Polizeisprecher. Etwa 50 Menschen hätten sich in dem Wald aufgehalten, von ihnen seien 20 auf Bäume geklettert. Zudem seien mehrere Blockaden errichtet worden, um Streifenwagen und Baufahrzeuge an der Zufahrt zu hindern. Polizisten hätten das Gebiet geräumt und abgesperrt, so dass die Rodung hätte fortgesetzt werden können.

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Eine Person wurde in Gewahrsam genommen, teilte die Polizei am Abend mit. Der Großteil der Protestierenden habe sich aber friedlich und gewaltfrei verhalten.

Die Gegner des Autobahnausbaus teilten mit, etwa 80 Aktivisten hätten sich im Herrenwald befunden. Bis einschließlich Montag seien mehrere Aktionen geplant. Wann es mit den Rodungen weitergeht, war zunächst offen. Ein Sprecher der Projektgesellschaft Deges sagte, Arbeiten am Wochenende seien "eine Option".

Wie das Verwaltungsgericht in Gießen berichtete, muss bei den von den Ausbaugegnern geplanten Menschenketten ein Sicherheitsabstand von 120 Metern zu den Rodungsarbeiten eingehalten werden. Andernfalls sei eine Gefährdung der Teilnehmer nicht auszuschließen, hieß es in den nicht rechtskräftigen Beschlüssen vom Freitag. Die für Sonntag kommender Woche (25. Oktober) geplante Menschenkette am Dannenröder Forst bei Homberg (Ohm) sagten die Ausbau-Gegner wegen der Entwicklung der Corona-Infektionszahlen indes ab.

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Die A49 soll Gießen und Kassel direkter miteinander verbinden. Für die geplante Trasse sollen mehrere Hektar vor allem im Herrenwald sowie im Dannenröder Forst gefällt werden. Die Gegner des Autobahnausbaus fordern angesichts des Klimawandels einen Stopp der Arbeiten, die Befürworter erhoffen sich etwa kürzere Fahrtwege und Impulse für die Wirtschaft in der Region.

dpa

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