Verkehr

Ministerium: Streichung von Verbindungen "falsches Signal"

Gleise sind vor einem Hauptbahnhof zu sehen.

Gleise sind vor einem Hauptbahnhof zu sehen.

Mainz/Heidelberg. Die rheinland-pfälzische Landesregierung hält einen vorübergehend leicht ausgedünnten Zugfahrplan für die Rhein-Neckar-Region und das Rhein-Main-Gebiet für ein "falsches Signal". "Die Landesregierung ist der Ansicht, dass die Landeshauptstadt Mainz dauerhaft eine gute Anbindung an das Deutsche Fernverkehrsnetz braucht, um Wettbewerbsvorteile gegenüber vergleichbaren Großstädten zu haben", schreibt Verkehrsstaatssekretärin Daniela Schmitt in der Antwort auf eine Kleine Anfrage mehrerer Landtagsabgeordneter der Grünen. Sie ist auch die FDP-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl am 14. März.

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Von den Streichungen betroffen sind die Hin- und Rückfahrt des ICE 2010/2011 von Stuttgart über Heidelberg und Mannheim nach Mainz und Koblenz sowie der morgendliche IC 1510 von Stuttgart über Heidelberg nach Wiesbaden. Die Verbindungen würden nur zeitweilig gestrichen, und wieder eingesetzt "sobald es die Lage zulässt", sagte ein Bahn-Sprecher am Mittwoch in Frankfurt und verwies auf Umsteigemöglichkeiten in den Regionalverkehr.

Ein Umstieg auf den Nahverkehr bedeute 14 Minuten mehr Fahrtzeit, schreibt Schmidt. Dies gelte nur für bestimmte Fahrten von Mainz nach Mannheim, heißt es aus der Grünen-Landtagsfraktion. Zwischen 8.00 und 9.00 Uhr morgens müssten aus Heidelberg mindestens 30 Minuten mehr eingerechnet werden, mit Umstieg in Ludwigshafen oder Darmstadt. Für Pendler aus Mannheim seien es 20 bis 30 Minuten mehr - mit Umstieg in Worms oder Ludwigshafen.

"Pendlerinnen und Pendler, die aus der Metropolregion Rhein-Neckar nach Mainz pendeln, können mit dem Fernverkehr nicht mehr pünktlich am Arbeitsplatz sein", sagte die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion in Mainz, Jutta Blatzheim-Roegler, der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Dies sei "ein fatales Zeichen" im Kampf gegen die Klimakatastrophe, weil Menschen aufs Auto umsteigen müssten. Zudem werde es negative Auswirkungen für den Wirtschaftsstandort Mainz haben, gerade Arbeitnehmer aus führenden Unternehmen wie Biontech und der Schott AG pendelten mit dem Zug zwischen diesen Regionen.

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dpa

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