Kriminalität

Opferbeauftragter: Aufklärung zu Hanau-Anschlag nötig

Edgar Franke (SPD) spricht im Bundestag.

Edgar Franke (SPD) spricht im Bundestag.

Berlin. "Die Beantwortung der quälenden Fragen der Hinterbliebenen an die hessischen Behörden nach nicht funktionierenden Notrufen oder der Waffenerlaubnis des vor der Tat schon lange auffälligen Täters ist überfällig."

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Am 19. Februar vergangenen Jahres hatte der 43-jährige Deutsche Tobias R. in Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen, bevor er mutmaßlich seine Mutter und schließlich sich selbst tötete. Am Jahrestag an diesem Freitag ist auch eine Gedenkveranstaltung geplant, an der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier teilnehmen soll.

Die Familien der Opfer hätten "unfassbares Leid" erfahren, sagte Franke. "Die Pandemie macht gemeinsames Trauern noch schwerer. Wir haben versucht, psychologisch, praktisch und finanziell zu helfen." Er sagte zu: "Wir werden weiter für sie da sein, auch noch Jahre nach der Tat. Den Opfern muss all unsere Aufmerksamkeit und Solidarität gelten." Die Gesellschaft dürfe gerade jetzt nicht weiter auseinanderdriften, betonte Franke. "Wir müssen hart daran arbeiten, das tief erschütterte Vertrauen in den Schutz des Staates wieder zu gewinnen. Wir dürfen nicht vergessen, welch tiefe Ängste ein solcher Anschlag bei all den Menschen auslöst, die rassistische Angriffe im Netz und auf der Straße erleben."

© dpa-infocom, dpa:210218-99-494436/2

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dpa

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