Hochschulen

Nachfrage nach Studium ohne Abitur steigt leicht

Studentinnen lernen in einer Universitätsbibliothek.

Studentinnen lernen in einer Universitätsbibliothek.

Wiesbaden. Im Wintersemester 2020 zählten die Hochschulen im Land 6548 Studierende, die ihre Berechtigung über eine berufliche Qualifikation oder eine Begabten-/Eignungsprüfung erwarben, wie das Ministerium in Wiesbaden auf eine Anfrage aus der AfD-Fraktion mitteilte. Im Wintersemester zuvor waren es 6438 Studierende, zuvor 5712. Insgesamt ist der Anteil der Studierenden ohne Abitur jedoch nach wie vor gering: 2,5 Prozent aller Studierenden waren es im Wintersemester 2020.

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Im Prüfungsjahr 2020 haben 926 Absolventen ohne schulische Zugangsberechtigung in Hessen erfolgreich eine Hochschulprüfung abgelegt. Dies entspreche einem Anteil von 2,3 Prozent an allen Absolventinnen und Absolventen, erklärte das Ministerium. Gegenüber dem Vorjahr sei dies eine Steigerung um knapp 17 Prozent.

Der Hochschulzugang ist unter anderem mit Meisterbrief oder einem gleichgestellten Fortbildungsabschluss möglich, wie das Ministerium mitteilte. Eine weitere Möglichkeit ist die Hochschulzugangsprüfung, die eine dem angestrebten Studium fachlich verwandte abgeschlossene Ausbildung und einschlägige berufliche Vorerfahrungen voraussetzt.

In einem Modellversuch werden weitere Wege erprobt: Seit 2016 können Personen mit qualifizierter Berufsausbildung (mindestens dreijährig, Abschlussnote besser als 2,5) auch ohne weitere Berufserfahrung und Zugangsprüfung studieren. Es gehe dabei um Chancengerechtigkeit und "Hebung von Fachkräftepotenzial". An Hochschulen, die künstlerische und gestalterische Studiengänge anbieten, kann man eine hervorragende künstlerische Begabung mit einer Prüfung nachweisen, um ohne Abitur zu studieren.

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© dpa-infocom, dpa:210729-99-589487/2

dpa

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