Kriminalität

Mutter soll Kind mit Messer verletzt haben: Prozess beginnt

Eine Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in ihren Händen.

Eine Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in ihren Händen.

Darmstadt/Bensheim. Die Frau steht wegen versuchten Totschlags vor Gericht. Sie hatte nach der Attacke gegen ihr Kind auch sich selbst mit einem Messer verletzt, bis ihr Ehemann (65) dazwischenging und einen Notruf absetzte.

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"Alles war in dunklen Farben, auch an einem sonnigen Tag", beschrieb die Mutter in ihrer Einlassung vor Gericht die zwei Wochen vor der Attacke, die sie komplett einräumte. Stimmen hätten gesagt, sie müsse ein Messer holen, um ihr Kind zu beschützen, sagte sie. "Meine Mandantin kann das heute nicht mehr erklären", erklärte ihre Verteidigerin Tabea Späth. "Sie weiß, dass das völlig unlogisch war."

Die Beschuldigte aus Belarus, die seit 2019 in Deutschland lebt, wollte nicht ausschließen, dass es zwischen ihr und ihrem Mann Sprachschwierigkeiten gab. Der deutsche Ehemann und Vater des Jungen beschrieb seine Frau als fürsorglich, aber ängstlich. Die Kontakteinschränkungen wegen der Pandemie hätten ihr zu schaffen gemacht. Zwei Wochen vor der Tat sei es ihr immer schlechter gegangen, sagte er aus. Der Hausarzt habe geraten, zur psychiatrischen Klinik nach Heppenheim zu gehen. Aber seine Frau habe Angst gehabt, dass sie dort bleiben müsse, sagte der Rentner. Der Prozess wird am 1. September fortgesetzt.

© dpa-infocom, dpa:210811-99-807973/6

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dpa

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