Prozesse

Mutmaßlicher IS-Sympathisant vor Gericht

Am Platz des Zeugentisches steht in einem Verhandlungssaal im Landgericht ein Mikrofon.

Am Platz des Zeugentisches steht in einem Verhandlungssaal im Landgericht ein Mikrofon.

Frankfurt/Main. Die Staatsanwaltschaft legt dem Gießener die "Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat" zur Last. Allein der Ausreiseversuch reiche aus, um diesen Straftatbestand zu erfüllen, so die Anklagebehörde. AZ 6160 Js 201558/19

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Nach Angaben der Staatsanwaltschaft reiste der 18-Jährige im Dezember vergangenen Jahres zunächst nach Ägypten, um später von dort aus die Reise auf die Sinai-Halbinsel fortzusetzen. Zu diesem Zeitpunkt aber gab es bereits Erkenntnisse zu dessen mutmaßlich islamistischer Gesinnung. In Luxor wurde er dann festgenommen und kurze Zeit später nach Deutschland zurückgeschickt. Seit Mitte Januar ist er in Untersuchungshaft. Auch im Netz wurde die Kriminalpolizei fündig: Der Angeklagte habe sich anscheinend regelmäßig über den Bau von Waffen und Bomben informiert. Laut Staatsanwaltschaft habe er die Anleitungen mit anderen Menschen geteilt.

Weil der Angeklagte noch Heranwachsender ist, muss in dem bis Mitte November vorausterminierten Prozess vor allem geklärt werden, ob Erwachsenenstrafrecht oder das mildere Jugendstrafrecht angewendet werden muss. Zu diesem Zweck ist bereits der Rat über die charakterliche Reife des Angeklagten eingeholt worden.

dpa

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