Prozesse

Mutmaßlicher IS-Anhänger vor OLG: Mord an Fünfjähriger

Frankfurt/Main. Die Hauptverhandlung werde am 24. April beginnen, teilte das OLG am Freitag mit. Der Angeklagte soll zwischen 2013 und 2019 in Syrien, dem Irak und der Türkei Mitglied des IS gewesen sein.

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Im Juni 2015 soll der Mann eine der religiösen Minderheit der Jesiden angehörende Frau und ihre fünfjährige Tochter als Sklavinnen gekauft, monatelang gefangen gehalten, misshandelt und erniedrigt haben. Das Mädchen soll er bei großer Hitze und ungeschützt vor der Sonne an ein Fenster gefesselt haben, bis es starb.

Ab Anfang 2015 soll der 37-Jährige als Leiter eines Büros für "Schariagemäße Geisteraustreibung" in Syrien mehrfach in einem Frauenhaus Sitzungen durchgeführt haben. Im Juli 2018 soll er sich per Chat bereit erklärt haben, Sprengvorrichtungen anzufertigen und ein IS-Mitglied in seinem Haus in der Türkei darin zu unterweisen. Festgenommen wurde der Mann im Mai 2019 in Griechenland, seit Oktober sitzt er in deutscher Untersuchungshaft.

Eine OLG-Sprecherin sagte, ob es wegen der Corona-Pandemie zur Verhandlung kommen könne, werde je nach den Begebenheiten Ende April entschieden. Derzeit fänden noch Verhandlungen am OLG statt, die Stühle für Zuhörer seien dazu weiter voneinander entfernt platziert worden.

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dpa

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