Extremismus

Mutmaßliche IS-Anhängerin nach Abschiebung in U-Haft

Ein Hinweisschild mit Bundesadler und dem Schriftzug Bundesgerichtshof.

Ein Hinweisschild mit Bundesadler und dem Schriftzug Bundesgerichtshof.

Karlsruhe/Frankfurt/Main. Dieser habe ihr den Haftbefehl eröffnet. Die Frau mit deutscher Staatsangehörigkeit war am Donnerstagabend am Frankfurter Flughafen festgenommen worden. Ihr wird Mitgliedschaft in der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) vorgeworfen.

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Den Ermittlungen zufolge war die Frau im Herbst 2014 nach Syrien gereist und hatte einen tschetschenischen IS-Kämpfer geheiratet. Kurz nach dessen Tod im Gefecht habe sie einen anderen IS-Kämpfer aus Deutschland geheiratet und mit diesem Ende 2016 ein Kind bekommen. Auch dieser Mann kam laut Bundesanwaltschaft ums Leben. Anfang 2019 sei die Frau, deren Alter nicht mitgeteilt wurde, von den kurdisch dominierten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) aufgegriffen worden. Sie habe in einem Flüchtlingslager in Nordsyrien gelebt, bis ihr Anfang 2020 die Flucht gelang. Schließlich wurde die Frau in der Türkei von Sicherheitskräften aufgegriffen, wie es weiter hieß.

Die Bundesanwaltschaft wirft ihr vor, ihren Ehemännern den Haushalt geführt und ihnen so als Kämpfer den Rücken frei gehalten zu haben. Außerdem habe die Frau eine Bekannte in Deutschland per WhatsApp aufgefordert, sich ebenfalls dem IS in Syrien anzuschließen.

Die Frau, die aus Berlin kommt und laut "Spiegel" 33 Jahre alt ist, war mit einer zweiten mutmaßlichen IS-Anhängerin aus Hamburg und insgesamt vier Kindern abgeschoben worden. Die Türkei hatte schon mehrfach mutmaßliche IS-Anhängerinnen nach Deutschland abgeschoben.

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dpa

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